Schüler managen Unternehmen |
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40 Oberstufenschüler aus ganz Deutschland testeten am 21. und 22. Januar 2011 ihr Wirtschaftsverständnis. Sie nahmen an dem Unternehmensplanspiel U-B-a-s der PFH teil und bewiesen dabei Management-Gespür und Teamgeist, auch in Stresssituationen. Je sechs oder sieben Schüler aus unterschiedlichen Schulen und Regionen bildeten gemeinsam einen Unternehmensvorstand. Ihre fiktiven Unternehmen sollten langlebige Gebrauchsgüter herstellen, welche es im In- und Ausland zu verkaufen galt. Unter Zeitdruck mussten die Schüler die dafür wesentlichen Entscheidungen treffen: In welchem Preissegment soll das Unternehmen seine Waren anbieten? Wie organisiert man die Produktionskette am Besten? Welche Vertriebs- und Marketingstrategie ist für unser Unternehmen die richtige? Am Ende der Simulation wurde der Erfolg der Teams anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen gemessen, aber auch gruppendynamische Prozesse und Führungsverhalten flossen in die Bewertung ein. Heiko Kolf gehört zum angehenden Abiturjahrgang der St. Ursula-Schule in Hannover. Er nahm viele Management-Einblicke mit, die der schulische Wirtschaftsunterricht nicht bieten kann, wie er am Rande des Planspiels erläuterte: "Die Abläufe in einem Unternehmen, von der Produktion bis zu Werbung und Marketing, erfährt man hier sehr tiefgreifend." Sein fiktives Unternehmen hat sich in der Simulation U-B-a-s für eine Qualitätsstrategie entschieden: "Wir wollen mit soliden Produkten zu einem etwas höheren Preis die obere Mittelschicht der Konsumenten erreichen. Außerdem haben wir im Budget viel Geld für Forschung vorgesehen, um unser Produkt weiter zu verbessern." Nach dem Abitur strebt Kolf ein wirtschaftliches Studium an, eventuell im Bereich Luftverkehrsmanagement. Von Mitschülern, die in den Vorjahren teilgenommen hatten, hat Paula Charlott Kühnau (BBS 1 Osterode) bereits viel vom Planspiel U-B-a-s gehört und war so mit hohen Erwartungen angereist. Sie leitete zusammen mit Schülern aus Krefeld, Göttingen, Osterode und Northeim ein Unternehmen. Zu Beginn des Planspiels beschrieb Kühnau die Managementstrategie ihrer Gruppe so: "Wir wollen Produkte mittlerer Qualität zu einem angemessenen mittleren Preis auf den Markt bringen, aber dabei offen dafür bleiben, unsere Preise im Wettbewerb stets flexibel anzupassen." Am Ende war Kühnau, die nach dem Abitur BWL oder Eventmanagement studieren möchte, mit dieser Taktik erfolgreich. Ihr Unternehmen zählte zu den Siegergruppen der Simulation. Das Planspiel U-B-a-s leiteten PFH-Präsident Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke und Prof. Dr. Frank Albe (PFH). Sie standen den Schülern auch als Ratgeber bzw. "Aufsichtsratsvorsitzende" zur Seite. Sierke hat das Planspiel selbst entwickelt und vielfach in der Praxis erprobt. Nicht nur Schülergruppen, sondern auch Studenten, Lehrer und ganze Unternehmensbelegschaften haben U-B-a-s bereits als systematisches Management- und Entscheidungstraining genutzt. Fotogalerie zum Planspiel: Klicken Sie rechts auf das Bild, um die Galerie zu öffnen. |
