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Alumnus Nico Stobinski: Erfolgreich bei Zentis

Einblicke in die aktuellen Marketing- und Vertriebsstrategien gab Nico Stobinski, National Key Account Manager bei der Zentis GmbH & Co. KG, im Rahmen seines Praxisvortrags am 16. November. Das traditionsreiche Aachner Familienunternehmen zählt mit zahlreichen bekannten Marken im Bereich der Konfitüren und Süßwaren zu den führenden Fruchtverarbeitern Europas. Nico Stobinski hat sein General Management-Studium an der PFH mit einem internationalen Master-Doppelabschluss in 2016 erfolgreich beendet und blieb als Alumnus im steten Austausch mit Studierenden und Professoren.

Alumnus der PFH Nico Stobinski.

Eingeladen hatte Dr. Hans-Christian Riekhof, Professor für Internationales Marketing an der PFH Private Hochschule Göttingen. Im anschließenden Interview verriet der 31-jährige mehr über das Unternehmen mit hoher Geschäftsfeld-Diversifikation und über die gemeinsame Marketing- und Vertriebsstrategie.

 

Professor Riekhof: Zentis hat sich in der Vergangenheit sehr stark auf den B2B-Markt konzentriert; seit einiger Zeit setzt Zentis auch auf strategisches Wachstum im B2C-Geschäft. Was sind die wichtigsten Gründe für diese neue strategische Ausrichtung?

 

Nico Stobinski: Grundsätzlich hatten wir schon immer einen Fokus auf beide Märkte. Im B2B Bereich ist es uns durch unsere Kundenorientierung und Expertise gelungen, uns zu Europas erfolgreichstem Fruchtzulieferer zu entwickeln. Das heißt jedoch nicht, dass der Bereich B2C nicht auch im Fokus stand, denn gerade dieser zeichnet unsere Marke und unseren Markennamen seit mehr als 125 Jahren aus.

 

Professor Riekhof: Für die neuen Produkte setzt Zentis deutlich höhere Preise im Markt durch als bisher. Welche Produkt-Merkmale bzw. Werttreiber sind es, die diese höheren Preise beim Kunden rechtfertigen?

 

Nico Stobinski: Es sind in der Regel Mehrwerte, die einen klaren Verbrauchernutzen darstellen. Themen und Trends wie ´Healthy Me´, ´Healthy Planet´, ´Snackification´, ´Brand-Stretching´ und Nachhaltigkeit spielen hier eine sehr große Rolle. Um diese Mehrwerte zu realisieren, hilft uns extrem unsere starke Produkt- und Produktentwicklungs-Expertise (sowohl im Bereich B2B als auch B2C). Bei dem Produkt „50% Weniger Zucker“ ist die starke Zuckerreduzierung eines geschmackvollen und stabilen Produktes der klare USP. Aus Produktentwicklungssicht ist es nicht einfach, einen klassischen Fruchtaufstrich mit 50% reduziertem Zuckeranteil zu entwickeln. Das ist uns gelungen, und das Thema „Zuckerreduzierung“ steht ja weiterhin ganz oben auf der Agenda vieler Konsumenten.

 

Professor Riekhof: Sie selbst sind derzeit unter anderem für den Key Account ALDI zuständig. Dort ist Zentis auch mit – sehr erfolgreichen - Aktionen vertreten. Worauf führen Sie diese Erfolge zurück?

 

Nico Stobinski: Das Markengeschäft mit unserem Handelspartner ALDI ist noch recht jung. So richtig starteten wir erst dieses Jahr – 2020. Wir haben uns langsam herangetastet, denn das Geschäft ist ein ganz besonderes, jedoch sehr sehr interessant. Wir haben recht schnell festgestellt, dass unsere Produkte auch sehr gut in dieser Zusammenarbeit performen. Wir genießen aktuell großen Erfolg mit unseren neuen Produkten – 50% Weniger Zucker, Erdnussbutter sowie der Relaunches unserer alt-bekannten Stammmarken, z.B. Aachener Pflümli Pflaumenmus. Und das war auch in den ersten Aktionen mit ALDI der Fall.

 

Zugleich kommt uns auch hier der unternehmerische Spirit zugute. Wir haben schnelle interne Entscheidungswege, gepaart mit effizienten Produktions- und Lieferprozessen. So gelingt es uns, kurzfristig Aktionen mit großen Mengen völlig reibungslos und zu vollster Kundenzufriedenheit umzusetzen.

 

Zu betonen ist, dass der Shopper bei Aldi mit unseren jeweiligen Produkten nur im Aktionszeitraum in Kontakt kommt. Wir gewinnen quasi den klassischen „Aldi-Shopper“ für uns, schaffen es jedoch gleichzeitig gesamthaft, neue Shopper von unseren Produkten zu überzeugen, und regen so die Nachfrage über unsere gesamten Handelspartner an. Es ist uns wichtig, diesen Punkt hervorzuheben, denn unser Ziel ist es, Wachstum in die gesamte Kategorie zu bringen, nicht nur in eine Produktnische und auch nicht nur in ausgewählten Kundenbeziehungen.

 

Professor Riekhof: Sie erwähnen in Ihrem Vortrag, dass Zentis dabei ist, sich als Unternehmen stark zu verändern. Was sind die wichtigsten Signale nach innen und nach außen, um diese Veränderungen auch sichtbar werden zu lassen?

 

Nico Stobinski: Nach außen ist es mit Sicherheit unser Auftreten, was der Shopper und Konsument zumeist in Form unserer Produkte wahrnimmt. Mit unseren neuen Produkten wirken wir jung, frisch, dynamisch. Natürlichkeit und Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt unserer Ausrichtung.

Nach innen sind wir auf den Fortschritt extrem stolz. Verweisen möchte ich auch auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Start-Ups, die Etablierung unseres Zentis-Fruchtcampus im Headquarter in Aachen sowie eine sehr ausgereifte Unternehmensstrategie, zunächst mal bis in das Jahr 2025.

 

Professor Riekhof: Nicht alle Studierenden der PFH setzen auf die Food-Industrie als möglichen Karriereeinstieg. Sie selbst haben das ja schon sehr früh getan. Was würden Sie sagen: warum sollte man diese Branche einerseits, Zentis als Unternehmen andererseits in Erwägung ziehen?

 

Nico Stobinski: Ehrlicherweise habe ich selbst als Student mit Erschrecken festgestellt, wie wenig junge Leute doch eigentlich an die Food-Industrie denken, wenn es um das Thema Jobeinstieg und „Perfect Job Fit“ geht. Für mich war schon recht früh, im Alter von 16 Jahren klar, dass es mich Richtung Food-Industrie zieht, sicher auch geprägt durch das Elternhaus. Eine Berufsausbildung bei Bahlsen im Vorfeld des Studiums an der PFH hat diesen Gedanken gefestigt.

 

Was mich an der Branche fasziniert, ist die Größe und die Vielfältigkeit. Wir reden mit über 180 Mrd. Euro Jahresumsatz über den drittgrößten Markt in Deutschland. Zugleich ist die Branche weltweit enorm wichtig und wird auch nie an Wichtigkeit verlieren, denn gegessen und getrunken wird immer, wie man so schön sagt. Zugleich gibt es eine Vielzahl von Anbietern in Form von sehr vielen interessanten Industrie- und Handelsunternehmen.

 

Und es gibt noch viel mehr Nachfrager, in Deutschland an die 80 Millionen. Das heißt, wir reden über einen Markt, in dem wir alle Marktteilnehmer sind. Das fand ich schon immer faszinierend. Zudem ist der Markt aktuell schnelllebiger denn je. Start-Ups beleben den Markt, sehr erfolgreiche Mittelständler, von denen wir in Deutschland enorm viele haben, treiben Wachstum und Innovation, und die großen Player sind oftmals hervorragende Talentschmieden und bilden hervorragende Nachwuchskräfte aus. Ich kann jeden nur bestärken, die Food-Industrie zumindest als potentiellen Bereich in das Mindset aufzunehmen.

 

Bezüglich Zentis hoffe ich, dass schon dieses Interview die Vorzüge des Unternehmens augenscheinlich werden lässt. Wer unternehmerischen Spirit mitbringt, Lust hat eigenverantwortliches Handeln an den Tag zu legen, um Erfolge zu generieren, und dies bei einem Familienunternehmen, welches sehr breit aufgestellt ist, für den ist Zentis genau das Richtige.

 

Trotz des rasanten und dynamischen Erfolgs und Fortschritts werden unsere kulturellen Werte Vertrauen, Offenheit und Respekt weiterhin Groß geschrieben. Darauf sind wir stolz!