News und Aktuelles an der PFH Göttingen
16.06.2015
Hochschule

Bürgerdialog: Fahrradfreundlichkeit ist Topthema für Stader

Mehr als 700 Personen haben an der ersten Befragung des Bürgerdialogs Stade zum Thema Mobilität teilgenommen, den die Hansestadt Stade gemeinsam mit der PFH durchführt. Nun liegen die Ergebnisse vor, die Bürgermeisterin Silvia Nieber in einer offenen Veranstaltung allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorstellte.


"Aus dieser Priorisierung ergeben sich wichtige Schwerpunkte für den Rat und die Verwaltung der Hansestadt Stade, die uns bei unserer zukünftigen Arbeit begleiten werden", sagte  Nieber. Der Bürgerdialog Stade bietet die Möglichkeit insbesondere zu kommunalpolitischen Themen ein relevantes und repräsentatives Meinungsbild zu erhalten.

 

Prof. Dr. Julian Voss, der seitens des PFH Hansecampus Stade den Bürgerdialog betreut, sagt über diese erste Befragung: "Mit den 700 Teilnehmern haben wir eine gute erste Basis, auf der wir für die künftigen Themen aufbauen können." Sein Ziel ist es nach wie vor, einen festen Pool von Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen, die sich dann regelmäßig bis zu dreimal pro Jahr am Bürgerdialog  beteiligen. Gemeinsam mit BWL-Studierenden hatte Voss die Befragung durchgeführt, Mitarbeiterin Annika Schweighöfer stellte die Ergebnisse vor.

 

 

Fahrradfahren und Verkehrsfluss

Bei der Beantwortung der 19 Fragen stellten sich die Ansatzpunkte "Fahrradfreundliches Stade", "Verbesserung des allgemeinen Verkehrs" sowie "Attraktiver und klimafreundlicher ÖPNV" als besonders wichtig heraus, während "Carsharing" und "Alternative Antriebe" eine geringere Relevanz hatten. Konkret waren den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt Stade die folgenden Punkte am wichtigsten:

 

  • Ausbau und Optimierung des Radwegenetzes und -zustandes
  • Verbesserte Parkmöglichkeiten in der Innenstadt
  • Bessere Radwegeführung an Einmündungen und Kreuzungen
  • Mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
  • Verbesserung des Verkehrsflusses

 

 

Fahrradfreundliches Stade: 150.000 Euro stehen zur Verfügung

Neben dem Ausbau des Radwegenetzes und einer besseren Instandhaltung wünschen sich die Bürger mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. In der Diskussion wurden außerdem konkrete Vorschläge zur Radwegeführung in einzelnen Straßen bzw. Kreuzungsbereichen gemacht.

 

Wie die Hansestadt Stade dazu mitteilt, optimiere sie bereits seit einigen Jahren unter dem Stichwort "Fahrradfreundliches Stade" ihr Radwegenetz und habe auch bereits weitere Abstellmöglichkeiten im Innenstadtbereich geprüft. Die begrenzten räumlichen Kapazitäten erschweren die Vorhaben allerdings. Aktuell werde die Einrichtung von Fahrradstraßen geprüft, in denen Autofahrer untergeordnet sind. Für die kurzfristige Umsetzung von Maßnahmen, die sich aus der Umfrage im Bürgerdialog ergeben, stehen in diesem Jahr 150.000 Euro zur Verfügung, wie die Hansestadt Stade weiter erklärt. 

 

 

Verkehrsfluss: Unzufriedenheit in der Rush-hour

Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten bemängeln die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Stade den Verkehrsfluss, vor allem mit der Ampelschaltung sind sie unzufrieden. Auch die Auslastung der Busse zur Rush-hour sehen sie als verbesserungswürdig an. Diese Ergebnisse werden nun in den entsprechenden Gremien diskutiert, um hier schnellstmöglich Lösungen anbieten zu können.

 

"Abschließend können wir festhalten, dass der Bürgerdialog Stade ein geeignetes Mittel zur Bürgerbeteiligung darstellt. Mit weiteren Befragungen, an denen sich hoffentlich dann noch mehr Bürgerinnen und Bürger beteiligen, sind wir in der Lage, Teile der Politik genau an den aktuellen Bedürfnissen auszurichten", sagte Silvia Nieber zum Abschluss der Veranstaltung.

 

Die detaillierte Ergebnispräsentation steht zum Download bereit unter: www.buergerdialog-stade.de