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14.07.2015
Hochschule

Zehnkämpfer und Fairtrade-Händler referieren beim Ideencampus

Beim Ideencampus Südniedersachsen erfahren Schülerinnen und Schüler, wie sie Projektideen erfolgreich umsetzen. Welche Rolle der Faktor Motivation dabei spielt, machte ihnen der ehemalige Zehnkämpfer Frank Busemann in seinem Vortrag "Aufgeben gilt nicht" am Freitag, dem 10. Juli, deutlich. Außerdem referierten Ralph Wüstefeld (CONTIGO Fairtrade GmbH) und Marco Böhme (faktor-Magazin). Es war der erste Tag der Hauptphase des Ideencampus Südniedersachsen, die am 17. und 18. Juli fortgesetzt wird.


Ideencampus: Frank Busemann

Frank Busemann, Olympiazweiter von 1996, motivierte die Teilnehmer des Ideencampus Südniedersachsen.

Veranstalter ist das ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH, Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar leitet den Ideencampus. Mitinitiator und Medienpartner ist das faktor-Magazin.

 

 

Aufgeben gilt nicht: Motivation von Frank Busemann

Als Busemann 1996 bei den olympischen Spielen in Atlanta auf dem Siegertreppchen stand, waren die Schülerinnen und Schüler des Ideencampus noch nicht oder gerade erst geboren. Trotzdem zog der Olympiazweite seine Zuhörer schnell in den Bann. In seiner Profisportlerkarriere hat Busemann immer wieder schwierige Momente und Rückschläge erlebt. Wie gelang es ihm, trotzdem durchzuhalten und seine Ziele im Auge zu behalten? "Ich habe angefangen, mich auf meine Stärken statt auf meine Schwächen zu konzentrieren. Denn wir gewinnen mit den Dingen, die wir gut können", so Busemann. 

 

Mit viel Witz und in Interaktion mit den Teilnehmern des Ideencampus schilderte der Familienvater, was ihm im Training und im Wettkampf geholfen hat, nicht aufzugeben. Im Hinblick auf die Schülerprojekte wie auf die allgemeine Lebenseinstellung empfiehlt er: "Versuchen Sie nicht, immer nur Fehler zu vermeiden. Risikoaffine Menschen sind langfristig erfolgreicher." Den Kontakt zum Referenten vermittelte der PFH-Kooperationspartner Sparkasse Göttingen über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband, denn Busemann hat seinerzeit parallel zum Leistungssport eine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann absolviert und ist nach wie vor für den Verband tätig.

 

 

Nachhaltiges Unternehmertum und Unternehmer als Traumjob

In einem weiteren Vortrag berichtete Ralph Wüstefeld, wie das Göttinger Fairtrade-Unternehmen CONTIGO gemeinsam mit seinen lokalen Partnern in den so genannten Drittweltländern nachhaltig und dabei trotzdem erfolgreich wirtschaftet. Außerdem machte Marco Böhme, Herausgeber des faktor-Magazins, Mut zum "Traumjob Unternehmer". In seinem Vortrag berichtete er aus eigener Erfahrung, warum es sich lohnt, eine Unternehmensgründung zu wagen. 

 

 

Visualisierung: Die Projektidee auf einer Geschäftsmodellkarte festhalten

Doch die Schülerinnen und Schüler haben am zweiten Tag des Ideencampus nicht nur Impulse aus Vorträgen mitgenommen, sondern auch praktisch an ihren Projektideen gearbeitet. Während beim Auftakt im März die Ideenentwicklung im Vordergrund stand, haben die Teilnehmer des Ideencampus nun ihre Geschäfts- oder Projektideen in Form des Business Model Canvas (Geschäftsmodellkarte) visualisiert. Ziel war es, konkrete Antworten auf die folgenden Fragen zu formulieren: Was soll das Projekt/das Unternehmen wem anbieten? Wie soll die Leistung erbracht werden? Welche Ergebnisse sind angestrebt und möglich?

 

Dabei nahmen die Projektideen der Schüler – vom hautfreundlichen Nagellack über einen Schülerladen bis zum Internetcafe für Flüchtlinge – immer mehr Gestalt an. Am kommenden Freitag, dem 17. Juli, treffen sich die Teilnehmer erneut mit den Leitern und Mentoren des Ideencampus, um an dieser Stelle weiter zu arbeiten.

 

 

Fotogalerie und Programm

Mehr Eindrücke vom Ideencampus finden Sie hier in der Bildergalerie. Weitere Informationen zum Programm des Ideencampus Südniedersachsen finden Sie hier.