16.06.2011
Campusstudium

Besser als die Wirtschaftsbosse

Berliner Schüler testeten am 15. und 16. Juni 2011 ihr Wirtschaftsverständnis beim Unternehmensplanspiel U-B-a-s am Campus Berlin der PFH Private Hochschule Göttingen. Insgesamt 18 Oberstufenschüler aus Berlin, Freiburg/Elbe und Osterode am Harz haben an der zweitägigen Simulation teilgenommen


Als versierte Manager erwiesen sich dabei vor allem Hadrian Bartning (Wilma-Rudolph-Oberschule, Dahlem), Hümeyra Durmaz (Robert-Blum-Gymnasium, Schöneberg), Lena Ernst (SZG, Wilmersdorf), Markus Korölus (Gymnasium Warstade, Freiburg/Elbe), Jessica Springer (Werner-von-Siemens-Gymnasium, Nikolassee) und Hans Jakob Ziegeler (Kennedy-Schule, Zehlendorf). Sie konnten das Planspiel mit ihrem "Unternehmen" am Ende gewinnen.

Je sechs Schüler aus unterschiedlichen Schulen bildeten gemeinsam einen Unternehmensvorstand. Ihre fiktiven Unternehmen sollten langlebige Gebrauchsgüter herstellen, welche es im In- und Ausland zu verkaufen galt. Unter Zeitdruck mussten die Schüler die dafür wesentlichen Entscheidungen treffen: In welchem Preissegment soll das Unternehmen seine Waren anbieten? Wie organisiert man die Produktionskette am Besten? Welche Vertriebs- und Marketingstrategie ist für unser Unternehmen die richtige? Am Ende der Simulation wurde der Erfolg der Teams anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen gemessen, aber auch gruppendynamische Prozesse und Führungsverhalten flossen in die Bewertung ein.

Helena Perschnik besucht die 12. Jahrgangsstufe des Schiller-Gymnasiums in Charlottenburg. "Die intensive Teamarbeit zwischen Schülern unterschiedlicher Schulen ist hier sehr wichtig", erklärte Perschnik. "Das Planspiel ist eine tolle Erfahrung, auch wenn es in manchen Phasen richtig stressig zugeht – aber das gehört eben dazu." Nach dem Abitur möchte sie Internationales Management oder Kulturmanagement studieren. Im Planspiel schlug sich Perschniks Gruppe gut, auch wenn sie am Ende einer anderen Gruppe den Sieg gönnen musste.

Jakob Ziegeler von der Zehlendorfer John F. Kennedy-Schule zählt zu der Gruppe, die noch etwas besser wirtschaftete und das Planspiel U-B-a-s knapp gewann: "Wir haben versucht, mit einer mittleren Produktqualität im Massenmarkt erfolgreich zu sein. Unsere Strategie war riskant, aber letztlich wohl die beste", erläuterte der Schüler augenzwinkernd. "Das Planspiel hat mir viel Spaß gemacht und die praktische Wirtschaftserfahrung hat mich weiter gebracht", so Ziegeler, der 2012 sein Abitur ablegen wird.

Das Planspiel U-B-a-s leitete PFH-Präsident Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke mit Unterstützung von Mitarbeitern der PFH. Sie standen den Schülern auch als Ratgeber zur Seite. Sierke hat das Planspiel selbst entwickelt und vielfach in der Praxis erprobt. Nicht nur Schülergruppen, sondern auch Studenten, Lehrer und zahlreiche Führungsnachwuchskräfte haben U-B-a-s bereits als systematisches Management- und Entscheidungstraining genutzt.