06.07.2017
Forschung

Konferenz: Neue Industriepolitik in postkommunistischen Staaten

Am 26. und 27. Juni fand in Berlin die Konferenz "New Industrial Policy in Emerging Economies – Experiences from Asia and the Post-Communist Region" statt. Wissenschaftler, Politiker und Praktiker aus zwölf Nationen diskutierten die Ausprägungen und Herausforderungen aktueller Industriepolitik in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Veranstaltung wurde von der Forschungsgruppe "Governance in Emerging Economies" gemeinsam mit der Asien-Pazifik-Abteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert.


Die Konferenz-Teilnehmer: Wissenschaftler, Politiker und Praktiker aus zwölf Nationen. Joachim Ahrens (vorne links) und Herman W. Hoen (hinten rechts) leiteten die Veranstaltung.

Die Forschungsgruppe "Governance in Emerging Economies" mit Sitz in Berlin ist ein Gemeinschaftsprojekt der PFH Private Hochschule Göttingen und der Universität Groningen unter der Leitung von Professor Joachim Ahrens und Professor Herman W. Hoen. Finanziert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung.

 

Professor Helmut Asche, Universität Mainz, skizzierte in seiner Keynote Speech die Charakteristika neuer Formen von Industriepolitik. In Panel-Diskussionen wurden weitergehende Aspekte wie die Herausforderungen bei der Strukturtransformation und des Technologietransfers, Spezifika der Staat-Business Beziehungen oder des Zugangs zu Investitionskapital in Schwellenländern diskutiert.

 

In gemeinsamen Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmer der Konferenz die Gelegenheit, die Implikationen für das Verständnis von (Good) Governance wie auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu früheren Formen von Industriepolitik herauszuarbeiten. In der abschließenden Podiumsdiskussion "Can industral policy contribute to sustainable social and economic development?" mit MdB Klaus Barthel (SPD), Andreas Beckermann (BMZ), Prof. Helmut Asche (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Prof. Hansjörg Herr (HWR Berlin) – moderiert von Prof. Hoen (Universität Groningen) - wurden die politische und praktische Dimensionen der Industriepolitik innerhalb der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erörtert.

 

Die Konferenz bot eine Bestandsaufnahme zum Phänomen von neuer Industriepolitik in Asien und der post-kommunistischen Region. In beiden Regionen ist eine anhaltende beziehungsweise zunehmend aktive Wirtschaftsgestaltung seitens des Staates zu verzeichnen. Die Konferenz bot die Gelegenheit, mit Blick auf beide Regionen ein Bild von der Vielfalt industriepolitischer Maßnahmen im 21. Jahrhundert zu erhalten.