14.09.2009
Hochschule

Ministerbesuch an der PFH

Der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) und sein Parteikollege Hartwig Fischer, Bundestagsabgeordneter für Göttingen und Umgebung, besuchten am 14. September die PFH in Göttingen. Im Mittelpunkt des Treffens stand der offene Dialog mit Studierenden und Professoren der Hochschule. Studentinnen, Studenten und Alumni aus den Management- und den Fernstudiengängen der PFH waren zum Treffen eingeladen und konfrontierten die beiden CDU-Amtsträger mit ihren Fragen.


Die gute Position der PFH in der niedersächsischen Hochschullandschaft strichen Stratmann und PFH-Präsident Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke in der Diskussion einmütig heraus. „Ihre Stipendienprogramme und die Jobgarantie sind für die PFH gute Vorteile, die eine staatliche Universität so nicht bieten kann“, erklärte Stratmann. Wie die PFH auch in Zukunft ihren kontinuierlichen Wachstumskurs fortsetzen wird, beschrieb Vizepräsident Prof. Dr. Frank Albe.

Der Entwicklungshilfe- und Afrikaexperte Fischer interessierte sich vor allem für die Forschungsarbeit der PFH. So erläuterte Prof. Dr. Joachim Ahrens (Volkswirtschaftslehre / PFH) das Forschungsprojekt „Emerging Markets Economies in Central Asia“, das die PFH in Kooperation mit der Volkswagenstiftung durchführt. Die kenianische PFH-Studentin Kimberley Cox berichtete von Ihrer Bachelorthesis im Bereich Wirtschaftsinformatik über das Thema „E-Agriculture“. In einigen Jahren möchte Sie nach Kenia zurückkehren und ihr Know-How in der heimischen Landwirtschaft einbringen. Fischer und Cox vereinbarten, langfristig in Kontakt zu bleiben.

Darüber hinaus bestimmten allgemeine Hochschulthemen die Debatte. Welche Korrekturen sind notwendig, um die Kinderkrankheiten des neuen Bachelor- und Mastersystems zu kurieren? Welche Bedeutung werden Fachhochschulen zukünftig in der deutschen Hochschullandschaft haben? Stratmann erwartet, dass spätestens in 20 Jahren mehr Studenten an Fachhochschulen als an Universitäten studieren. Die Probleme der Bologna-Reform will Stratmann mit mehr staatlicher Koordination beseitigen. Bundesweit gilt er als Vorreiter für die Reform der Reform, die er jüngst mit einem Positionspaper angestoßen hat.