Zeugnisübergabe am PFH Campus Göttingen
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Zeugnisübergabe am PFH Campus Göttingen

Das Auditorium reichte gerade so aus, um alle Gäste zu fassen: Am 13. Oktober fand in Göttingen die Zeugnisübergabe in den Campusstudiengängen statt. Insgesamt rund 200 Absolventen, Angehörige, Professoren und Mitarbeiter der Hochschule waren gekommen, um gemeinsam zu feiern.

Bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt war das Auditorium bei der Absolventenfeier am 13. Oktober.

"Wir sind überbucht", kommentierte Tourismus-Experte Prof. Dr. Frank Albe, Präsident der PFH, scherzhaft. Die wachsenden Absolventenzahlen entsprechen der erfreulichen Hochschulentwicklung, bringen aber Kapazitätsprobleme mit sich. "Im nächsten Jahr werden wir deshalb wohl extern feiern", meinte er. 61 der insgesamt 95 Absolventen waren seiner Einladung zur Abschlussfeier gefolgt. Jeweils einen Bachelorabschluss erzielten dabei 31 Studierende in General Management oder Business Administration, 14 in Orthobionik. Ihr Masterstudium haben 31 Studierende in General Management und sechs in Medizinischer Orthobionik abgeschlossen. Im jüngsten Studienbereich der PFH, der Psychologie, gab es eine Premiere: Erstmals erhielten elf Absolventen in Psychologie und zwei in Wirtschaftspsychologie ihre Bachelorzeugnisse.

 

 

BWL verbindendes Element

So verschieden die Fächer inhaltlich auch sind, nannte Albe doch eine verbindende Gemeinsamkeit: "Sie alle haben während ihres Studiums Veranstaltungen im Ursprungs-Fach der PFH, der Betriebswirtschaftslehre, besucht." Am zweiten Studienort der Hochschule am Hansecampus Stade sei dies genauso: Auch die dortigen angehenden Ingenieure für CFK-Technologie beschäftigten sich während ihrer akademischen Ausbildung mit BWL-Themen. "Dieser Blick über den Tellerrand und das vernetzte Denken entsprechen unserem Selbstverständnis als Lehrende", meint Albe stellvertretend für das gesamte Professoren- Kollegium.

 

 

1618 – 1818 – 1918 – 1968

Fast schon Tradition, blickte er anschließend auf herausragende historische Jahrestage, um einen Bezug zur PFH herzustellen. Gerade 1918 sticht dabei besonders hervor, das Jahr, in dem der Erste Weltkrieg endete, der unzählige Verletzte und schwerst Verstümmelte zurückgelassen hatte. Dies war die Geburtsstunde von Otto Bock, dem Unternehmen, das sich damals zur Aufgabe gemacht hatte, diese Menschen mit Hilfsmitteln zu versorgen – und das heute den Studiengang Orthobionik intensiv unterstützt. Vor dem Hintergrund zweier furchtbarer Kriege mahnt Albe, die europäische Idee nicht schlecht zu machen. "Europa ist eine großartige Idee, die zu internationalem Zusammenhalt führt." Internationalität spiele auch an der PFH eine immer größere Rolle: " Über die Hälfte unserer Masterstudierenden aller Programme legen einen internationalen Abschluss ab." Weiter appellierte er an die Absolventen, mitzuwirken, die Voraussetzungen für eine offene Gesellschaft zu erhalten.

 

P-F-H neu definiert

Vor dem Hintergrund des Hochschulwachstums ergab sich für Albe eine neue Definition des Namens: P stehe nun für "privat", was ein Leistungsversprechen beinhalte, das die Hochschule immer wieder einlösen müsse; F stehe für "familiär" und damit ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal; H schließlich stehe für "hybrid", also die Kombination des Besten aus den beiden Studierformen Campus- und Fernstudium. "Bleiben Sie Ihrer PFH verbunden", fordert er die Absolventen auf. "Durch Vorträge, Praktika oder ähnliches Engagement können Sie Ihren Nachfolgern sehr helfen."

 

 

Verleihung von Zeugnissen und Preisen

Nach seiner Rede verlieh der Präsident die Abschlusszeugnisse. Fünf Absolventen zeichnete er als Best of the Year besonders aus: Julia Böhm (Bachelor Orthobionik, Note 1,58), Franziska Domeier (Master Medizinische Orthobionik, Note 1,33), Karoline Karsten (Bachelor Psychologie, Note 1,14), Sabrina Kirk (Master General Management, Note 1,30) und Kimberly Waldhoff (Bachelor Business Administration, Note 1,19). Den Corporate Behaviour Award für besonderes Engagement an der Hochschule und im sozialen Bereich erhielten Christian Berbig, Niklas Michael Meyer, Laurenz Rebesky und Paul Sandmann von Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Ahrens. "In den Zeugnissen stehen viele Zahlen. Diese sagen jedoch nichts darüber aus, wer Sie wirklich sind", meinte er. Das Thema Persönlichkeitsentwicklung werde deshalb an der PFH schon immer groß geschrieben. "Wir hoffen, die Hochschule hat Ihnen neben Fachwissen auch die Möglichkeiten dazu gegeben, sich persönlich zu entwickeln." Ebenfalls Tradition ist die Abschlussrede der Studierenden, die sogenannte Bachelor's Speech. Diese teilten sich in diesem Jahr Kimberly Waldhoff und Karoline Karsten, die allen ihren Dank aussprachen. "Es war ein Riesenprivileg, an der PFH zu studieren. Besonders positiv fand ich den regen Austausch und die offene Diskussion mit Professoren und Kommilitonen", sagte Waldhoff. Karsten ergänzt: "Dass ich Psychologie an der PFH studieren durfte, war nicht selbstverständlich. Aber zum Glück stehen hier Persönlichkeit und Potenzial im Vordergrund, was sich mit dem andernorts üblichen Numerus clausus nicht abbilden lässt."

 

 

Fotogalerie

 Fotos von der Abschlussfeier finden Sie hier.