Voneinander lernen: Start-up meets Mittelstand
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Voneinander lernen: Start-up meets Mittelstand

Führungskräfte sechs mittelständischer Unternehmen treffen auf sechs vielversprechende Gründerteams: Das ist das simple Grundkonzept für die Abendveranstaltung "Start-up stark mit dem Mittelstand", die am 28. November bereits zum zweiten Mal stattfand. Eingeladen hatten der Arbeitgeberverband Mitte e.V., die NBank und das ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH Private Hochschule Göttingen.

Nightbird-Gründer Imke Schlechter und Florian Müller-Stauch

Imke Schlechter und Florian Müller-Stauch teilten ihre Erfahrungen aus der Gründung von "Nightbird".

Durch ihre Geschäftsführer oder leitenden Mitarbeiter waren die südniedersächsischen Unternehmen ifas, Müller+Müller-Joh., Sanitätshaus o.r.t., Sartorius Life Science Factory, Sycor sowie die Sparkasse Göttingen vertreten. Aus der regionalen Gründerszene nahmen berwork, daisygrip, Edutapps, Nefino, Onspiration und Regionale Karriereportale teil. "Wir sind überzeugt, dass Mittelständler sowie etablierte Unternehmen auf der einen und Gründer auf der anderen Seite viel voneinander lernen, sich gegenseitig inspirieren und am Ende vielleicht auch Anknüpfungspunkte zur Zusammenarbeit finden können", sagte PFH-Professor Dr. Bernhard H. Vollmar, der den Abend gemeinsam mit Ralf Borchers (NBank) und Kirsten Weber (AGV) im COWORKING in der Düsteren Straße eröffnete.

 

 

Best Practise: Nightbird

Für den inhaltlichen Einstieg sorgten Florian Müller-Stauch und Imke Schlechter. Müller-Stauch ist seit drei Jahren Geschäftsführer des Holzmindener Röhrenglasherstellers Müller+Müller-Joh., hat aber auch eigene Gründungserfahrung gesammelt. Gemeinsam mit seiner Partnerin Schlechter führt er nebenberuflich das Spirituosen-Start-up "Nightbird – Espresso Spirit". Beide erläuterten, mit welcher Strategie sie den Markteintritt gemeistert und wie sie mit dem Outsourcing einzelner Aufgaben das finanzielle Risiko verringert haben.

 

 

Unternehmerisches Speed Dating

Der Austausch zwischen jungen und etablierten Unternehmern fand anschließend wie bei einem Speed Dating im Rotationsmodus statt. 15 Minuten Gesprächszeit stand jeder Paarung zur Verfügung. So galt es, schnell auf den Punkt zu kommen: Vor welchen Herausforderungen steht man aktuell? Und kann das Gegenüber in diesen Punkten Erfahrungen weitergeben, Lösungswege aufzeigen oder gar praktische Hilfe im Rahmen einer Kooperation anbieten? Damit sich leichter Anknüpfungspunkte ergaben, hatten die Organisatoren bereits im Vorfeld darauf geachtet, dass Start-ups und Mittelständler aus ähnlichen Branchen stammen.

 

"Es ist Gold wert, an nur einem Abend diese geballte Expertise zu erhalten. Zur Geschäftsidee unseres Start-ups haben wir ganz unterschiedliche Rückmeldungen bekommen, weil jeder der Unternehmensvertreter sie aus einer anderen Perspektive betrachtet hat", resümierte Lukas Ottermann, Gründer von Onspiration.de. Ottermann und ein Mitgründer bieten eine auf künstliche Intelligenz basierende Digitalberatung für Unternehmen an. Ein positives Fazit zog auch Sycor-Geschäftsführer Rüdiger Krumes: "Es war spannend zu erleben, mit wie viel Herzblut die Gründer hinter ihren Produkten stehen. Diese Motivation inspiriert auch uns."

 

 

 

Fotogalerie

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