News und Aktuelles an der PFH Göttingen
13.06.2018
Hochschule

Haltung und Klartext beim Business Breakfast

Unter dem Titel "Mut braucht eine Stimme: Haltung zeigen – Klartext reden" referierte Peter Holzer am 13. Juni beim Business Breakfast der PFH Private Hochschule Göttingen. Zu dem regionalen Netzwerktreffen hatte Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke, geschäftsführender Gesellschafter der PFH-Trägergesellschaft, in die Hochschule eingeladen.


Peter Holzer, Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke

Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke (rechts) begrüßte die Gäste des Business Breakfast und Referent Peter Holzer.

Peter Holzer beim Business Breakfast

Konzentrierte Zuhörerschaft: 70 Teilnehmer lauschten Peter Holzer im Foyer der PFH.

Holzer ist Unternehmensberater und bundesweit begehrter Redner. Vor rund 70 Führungskräften aus Südniedersachsen sprach er an der PFH über mentale Viren, den Weg aus der Komfortzone, Führungsverhalten und Unternehmenskultur.

 

Doch zunächst gewährte er einen Einblick in seine Biographie, die einen klaren Bruch enthält: Bereits mit 24 Jahren verantwortete Holzer den Vertrieb eines Private Equity Fonds, die Karriereleiter wies steil nach oben. Ein eher zufällig festgestellter Schilddrüsentumor ließ sein Leben zwischenzeitlich zusammenbrechen, außerdem drohte ihm der Verlust seiner Stimme. Nach der Genesung sprang Holzer von der Karriereleiter ab, den früheren Berufsalltag in der Finanzbranche empfand er als verschwendete Lebenszeit. Seiner inneren Stimme zu folgen und diese auch noch außen hörbar und wirksam zu machen, ist seither zu seinem Leitmotiv geworden. Es steht im Zentrum seiner Vorträge. Zudem berät Holzer Unternehmen dabei, ihre Strategien umzusetzen.

 

Mit drei mentalen Viren, erklärte Holzer in seinem Breakfast-Statement, schränken wir uns selbst ein: Der Input-Virus verleite uns dazu, zu vielen Fährten nachzulaufen, ohne wirklich produktiv zu sein. Der Instant-Virus lässt uns die schnellen statt die sinnvollen Lösungen suchen. Und durch den Gemocht-werden-wollen-Virus schrecken wir davor zurück, die Wahrheit auszusprechen. Will man an diesen eingeschliffenen Verhaltensweisen etwas ändern, werde es unangenehm: "Es ist schmerzhaft, die eigene Komfortzone zu verlassen, um neue Ziele zu erreichen", so Holzer.

 

 

Gehör finden

Im Kern warb der Leadership-Experte dafür, mutig die Stimme zu erheben und für die eigenen Überzeugungen einzustehen. Ob man aber Gehör findet, hänge vor allem von der persönlichen Glaubwürdigkeit ab. "Führungskräfte sollten auch in der Lage sein, ihre verletzliche Seite zu zeigen und Fehler einzugestehen", sagte Holzer. Den Rahmen dafür bilde eine Unternehmenskultur des Lernens, in der sich Führungskräfte und Angestellte gleichermaßen weiterentwickeln können.

 

In der von Sierke moderierten abschließenden Diskussion wurde beispielsweise erörtert, wie man den Weg aus dem goldenen Karrierekäfig auch ohne den Schicksalsschlag einer schweren Erkrankung findet und was "Haltung zeigen" ganz praktisch bedeutet. Bei Rührei, Kaffee und Croissants nutzten die Teilnehmer die Veranstaltung bestimmungsgemäß aber auch wieder zum persönlichen Austausch und Netzwerken.

 

 

Fotogalerie

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