Entrepreneurship School: Inspiration für Start-ups
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Entrepreneurship School: Inspiration für Start-ups

Mit dem Ziel, ihre Geschäftsideen fit für den Markteintritt zu machen, haben acht Teams aus Gründern und Gründungsinteressierten die "Entrepreneurship School 2019" der PFH besucht. Unterstützt von erfahrenen Unternehmern und den Experten des hochschuleigenen ZE Zentrum für Entrepreneurship haben sie ihre Start-up-Konzepte konkretisiert, kritisch hinterfragt und weiterentwickelt.

Gründerpräsentation bei der Entrepreneurship School

Fit für die Gründung: Bei der Entrepreneurship School haben Studierende, Schüler und Absolventen an ihren Geschäftsideen gearbeitet.

Teilnehmer und Team der Entrepreneurship School

Acht Teams nahmen in diesem Jahr an dem dreitägigen Gründer-Workshop der PFH teil.

Der Workshop fand vom 6. bis zum 8. Juni auf Burg Ludwigstein in Witzenhausen statt. Teilgenommen haben überwiegend Studierende und Absolventen der PFH. Aber auch Hochschulmitarbeiter und erstmals drei Schüler ließen sich für ihre Vorhaben inspirieren. "Wir möchten Ideen beschleunigen, indem wir sie auf eine tragfähige Basis stellen. Dafür geben wir Gründungsinteressierten wichtige Kompetenzen mit auf den Weg und möchten sie letztlich ermutigen, die nächsten Schritte zu gehen", sagt Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar, der das ZE Zentrum für Entrepreneurship leitet und mit seinem Team die jährliche Entrepreneurship School durchführt.

 

Im Rahmen des Programms lernten die Teilnehmer zum Beispiel, wie sie das Online-Marketing und die Finanzierung für ihr Projekt gestalten, wie sie ihr komplettes Geschäftsmodell auf einen Blick nachvollziehbar darstellen und mögliche Investoren in einem Pitch überzeugen. Erfahrene Unternehmer wie Nevena Lazic (berwork. UG) und Dennis Brüntje (mobile Retter e.V.) zeigten auf, über welche Hürden sie ihr Start-up zum Erfolg führten. Bei einem Soft-Skills-Training im Burgwald erfuhren die Gründer zudem, dass sie auch ungewohnte Aufgaben mit Kreativität, Kommunikation und Teamarbeit lösen können.

 

 

GO-E-Award: Digitale Hilfe für Marketing und Gesundheit

Zum Abschluss präsentierten sich alle Gründer noch einmal im Pitch vor einer Jury aus Experten und Unternehmern. Diese zeichnete die überzeugendsten Konzepte mit dem GO-E-Award aus. Ganz oben auf dem Treppchen sahen sie das Projekt "Onspiration.de" von PFH-Alumnus Lukas Ottermann (BWL) und Hendrik Schneider (Informatik), Alumnus der Universität Göttingen. Diese bieten eine auf künstliche Intelligenz basierende Digitalberatung für Unternehmen an. Ihr virtueller Assistent soll zum Beispiel Mittelständlern dabei helfen, das digitale Marketing zu optimieren. "Die Idee ist bereits weit fortgeschritten. Trotzdem hat uns der Austausch mit anderen Gründern sehr inspiriert. Außerdem haben wir sehr individuelles Feedback von mehreren Unternehmern erhalten, das uns entscheidend weiterbringt", resümiert Ottermann.

 

Den zweiten Platz erreichten Programmierer Jan Raacke, Neuropsychologe Matthias Selisky und Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Stephan Weibelzahl mit ihrem Unternehmen "Rekomendas". Die drei Hochschulbeschäftigten haben einen digitalen Assistenten für das Smartphone entwickelt, der personalisierte Ernährungs- und Gesundheitsempfehlungen gibt – unter Berücksichtigung der menschlichen Psyche. "Wir greifen auf Erkenntnisse zurück, wie Menschen sich motivieren lassen. Die App hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden", verrät Selisky. Den dritten Platz teilen sich zwei Teams für ihre Konzepte "Joofy" und "Teilstatt Verteilservice".

 

 

Sonderpreis für MPG-Schüler

Erstmals haben auch drei Schüler an der Veranstaltung teilgenommen. Für diese Zielgruppe bietet die PFH mit dem Ideencampus eigentlich ein separates Veranstaltungsformat zur Projektentwicklung an. "Besonders ambitionierte Konzepte sind aber auch bei der Entrepreneurship School willkommen", erklärt Vollmar. Theo Kramer und Wanja Krivov vom Göttinger Max-Planck-Gymnasium durften sich für ihre unternehmerische Idee sogar über einen Sonderpreis freuen. Sie möchten in ihrer App "Scoozle" für mehr Übersicht bei der Verkehrsmittel- und Anbieterwahl sorgen. Anlass war ein Trip nach Wien, wo die beiden durch das dortige Wirrwarr unter den Anbietern für Elektroroller auf das Problem aufmerksam wurden. Von der Entrepreneurship School nehmen sie nun ganz konkretes Know-how mit. "Wir haben zum Beispiel die 'Business Model Canvas' kennengelernt. Das können wir direkt anwenden. Außerdem haben wir tolle Kontakte geknüpft, die wir später mit Sicherheit nutzen werden", so Krivov.

 

 

Beratungs- und Medienleistungen im Wert von mehr als 10.000 Euro

Für alle Gründerteams gilt: Mit dem Abschluss des Workshops endet die Unterstützung nicht. So kann sich jede Gruppe kostenlos zum Crowdfunding und anderen Finanzierungsmöglichkeiten beraten lassen. Darüber hinaus erhielten die Gewinner der GO-E-Awards und des Sonderpreises Gutscheine für Coaching, betriebswirtschaftliche Beratung, Rechtsberatung und Medienleistungen im Wert von insgesamt mehr als 10.000 Euro. Diese Leistungen stellen das ZE Zentrum für Entrepreneurship und das faktor-Magazin zur Verfügung.

 

 

Fotogalerie

 Weitere Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier in der Bildergalerie.