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02.02.2012
Hochschule

Axia-Award: Fit für Morgen

Von: Peter Diehl

Vier norddeutsche Mittelständler zeichnete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte am 02. Februar mit dem „Axia-Award 2011“ für effiziente und flexible Unternehmenssteuerung aus. Juryvorsitzender war wieder Professor Dr. Frank Albe (PFH).


Gastredner Dirk Roßmann sprach über Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen; durch den Abend führte Michael Prellberg von der Financial Times Deutschland. Die Preise gingen an den Edelstahlrohrsystemhersteller Dockweiler, den Luft- und Raumfahrtindustrieexperten BRÖTJE-Automation, an die Firma Wurst Stahlbau sowie an den Spritzgussteilehersteller Müller-Technik. Begleitend zum Wettbewerb erstellte die PFH Private Hochschule Göttingen die Studie „Fit für Morgen – Effiziente und flexible Unternehmenssteuerung“, die Albe vorstellte. Die Preisverleihung war die dritte des in sechs Regionen ausgelobten Axia-Awards.

„Der Axia-Award 2011 zeigt, dass eine der Nachhaltigkeit verpflichtete Strategie und ein risikoorientiertes Controlling bestimmend für den Erfolg und die Steuerung von Unternehmen sind. Basis für die Zukunft wird in Zeiten des ‚War for Talents‘ das Personalmanagement sein – für den Mittelstand bedeutet dies ‚Employer Branding‘ und Besinnung auf Familienwerte“, erläuterte Albe.

Aufwendiges Bewerbungsverfahren

Der altgriechische Begriff „Axia“ steht für „Wert“, bedeutet aber auch „Fähigkeit“ und „Erfolg“. Die Bewerber mussten zeigen, dass sie alle drei Eigenschaften mitbringen. Berater von Deloitte untersuchten die Unternehmen zunächst mithilfe eines Fragebogens. In der zweiten Stufe des Verfahrens führten sie gemeinsam mit Ev Zirkler-Christiansen, Business Services der PFH, mehrstündige Interviews mit Unternehmensvertretern vor Ort durch. Anhand dieser Auswertungen wählte die Jury unter Vorsitz Albes die vier Sieger aus.

Weitere Mitglieder der Jury waren Michael Prellberg von der Financial Times Deutschland, Joachim Weigelt von der NBank, Robert Bojdecki, HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Holger Zervas von der Investitionsbank Schleswig-Holstein und Diane Zetzmann-Krien, Bremer Aufbau-Bank sowie Heiko Engelhardt und Peter Dietterle von Deloitte.„Norddeutsche Mittelständler sind bestens aufgestellt. Unsere Preisträger beweisen, dass eine klare Strategie zusammen mit effizientem und flexiblem Controlling Wettbewerbsvorteile bringt. Ebenso wichtig ist ein durchdachtes und nachhaltiges Personalmanagement“, erklärte Engelhardt.

 

Preisträger Dockweiler AG, Neustadt-Glewe

Dockweiler als Hersteller von qualitativ hochreinen Rohrsystemen und Fittings aus Edelstahl hat eine klare strategische Ausrichtung, ein professionelles Personalmanagement und ist auf nachhaltiges Wachstum und langfristige Unternehmenssicherung ausgerichtet. Individuelle Personalentwicklungsprogramme motivieren und binden die Mitarbeiter an das Unternehmen – dabei ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Dockweiler selbstverständlich. Klassische Controlling-Funktionen nehmen bei Dockweiler einen hohen Stellenwert ein und werden auf einer modernen ERP-Architektur ausgeführt.

Preisträger BRÖTJE-Automation GmbH, Wiefelstede

BRÖTJE-Automation verfügt über eine übersichtliche, jährlich reflektierte und vorausschauende Strategie. Sie dient als täglicher Entscheidungsleitfaden auf allen Ebenen. Im Personalmanagement setzt das Unternehmen auf gezielte Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern und überträgt Entscheidungskompetenzen auf diese. Das Controlling mit strukturierten und anpassungsfähigen Prozessen bei Maßnahmenplänen und Risikomanagement sichert BRÖTJE-Automation wirtschaftlichen Erfolg.

Preisträger Wurst Stahlbau GmbH, Bersenbrück

Wurst Stahlbau verbindet Strategie und Vision mit entsprechenden Controlling-Instrumenten und hat sich von einer ehemaligen Schmiede zu einem modernen, sich ständig wandelnden mittelständischen Betrieb weiterentwickelt. Das Unternehmen nutzt zur Umsetzung seiner Strategie 2016 neben einer Risikolandkarte ein ausgereiftes Risikomanagementsystem und eine umfangreiche Balanced Scorecard. Das Gesundheitsmanagementsystem, die Identifikation mit dem Unternehmen und der Region sowie die Beschäftigung älterer und erfahrener Mitarbeiter (50+-Programm) tragen überdies zum Know-how-Transfer bei.

Preisträger Müller-Technik GmbH, Steinfeld (Oldenburg)

Die Müller-Technik GmbH fokussiert sich klar auf ihre Kernkompetenzen, wie beispielsweise den Einsatz von Sondertechnologien. Bei den Produkten, Materialien und Prozessen verfolgt das Unternehmen den Aspekt der Innovation und bedient sich dabei – zur Überprüfung der Effektivität – einem konsequenten Controlling von Stage- bzw. Gate-Prozessen. Zur Gewinnung neuer, Arbeitskräfte setzt Müller-Technik auf eine lokale Schulpartnerschaft. Die Kundenzentrierung und das proaktive Aufzeigen von Verbesserungspotenzialen wirken dem Kostendruck entgegen und tragen dazu bei, eine nachhaltige Kundenbindung aufzubauen.

Die vollständige PFH-Studie zum Axia-Award finden Sie hier.

Die vier norddeutschen Preisträger des Axia-Awards stellt Deloitte auch mit Videos vor.


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