Komplexe Inhalte strukturieren, Zusammenhänge verstehen und Wissen nachhaltig behalten

Mindmaps erstellen - Visuell denken, besser lernen

Frau schaut auf ihre erstellte Mindmap und kann mit der Mindmap super lernen im Studium

Mind Maps gehören zu den wirkungsvollsten Lernmethoden im Studium. Sie helfen dabei, komplexe Inhalte zu strukturieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und auch bei umfangreichen Lernstoffen den Überblick zu behalten. Statt Informationen nur auswendig zu lernen, unterstützen Mind Maps dabei, Wissen aktiv zu verarbeiten, zu verknüpfen und langfristig zu behalten.

Gerade im Fernstudium stehen Studierende vor der Herausforderung, ihren Lernprozess selbst zu organisieren. Skripte, Forschungsergebnisse, Modelle, Theorien und Notizen müssen nicht nur verstanden, sondern auch sinnvoll eingeordnet werden. Genau hier kann die Mind Map-Methode ihre Stärken entfalten: Sie schafft Struktur, macht Wissenslücken sichtbar und hilft dabei, Prüfungen, Hausarbeiten und Projekte gezielt vorzubereiten.

Ob zur Klausurvorbereitung, zur Planung einer wissenschaftlichen Arbeit oder als kreative Methode für Brainstormings: Mind Maps unterstützen dich im Studium dabei, Ordnung in komplexe Themen zu bringen und den roten Faden nicht zu verlieren.

In diesem Beitrag erfährst du, wie Mind Maps funktionieren, warum sie zu den beliebtesten Lerntechniken für Studierende gehören und wie du die Methode im Studium erfolgreich für deinen Lernerfolg nutzen kannst.

Was sind Mind Maps?

Mind Maps sind visuelle Gedanken-Landkarten mit denen sich Informationen übersichtlich strukturieren, darstellen und miteinander verbinden lassen. In der Mitte steht ein zentrales Thema, von dort verzweigen sich Äste zu Unterthemen, Stichworten und Beispielen, oft ergänzt durch Farben und kleine Symbole. So entsteht eine übersichtliche Struktur, in der Inhalte und ihre Zusammenhänge auf einen Blick erkennbar sind.

Bekannt gemacht wurde die Methode in den 1960er- und 1970er-Jahren vonxTony Buzan, der Mind Mapping als gehirngerechte Alternative zu linearem Mitschreiben populär machte. Seitdem werden Mind Maps in Schule, Studium und Beruf als Visualisierungs‑ und Lerntechnik genutzt.

Anders als klassische Notizen bilden Mind Maps nicht nur einzelne Informationen ab, sondern zeigen auch deren Zusammenhänge. Genau das macht sie zu einer der beliebtesten und effektivsten Lernmethoden im Studium.

Lernpsychologisch können Mind Maps dabei unterstützen, neue Informationen mit vorhandenem Wissen zu verknüpfen. Durch das aktive Strukturieren und Visualisieren von Inhalten werden tiefere Verarbeitungsprozesse angeregt, die das Verständnis komplexer Zusammenhänge fördern können.

Woher stammt die Methode Mind Maps?

Mind Maps haben eine spannende Geschichte. Die Methode ist nicht nur ein kreativer Trend, sondern basiert auf der Idee, Informationen so darzustellen, dass Zusammenhänge sichtbar werden und komplexe Themen leichter strukturiert werden können.

  • Die Anfänge: Tony Buzan (1970er-Jahre)
    Entwickelt und bekannt gemacht wurde die Mind-Mapping-Methode vom britischen Autor und Lernexperten Tony Buzan. Er beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie Menschen Informationen aufnehmen, verarbeiten und behalten. Seine Überlegung: Klassische lineare Notizen bilden oft nicht ab, wie Gedanken entstehen und miteinander verknüpft sind. Als Alternative entwickelte er die Mind Map mit einem zentralen Thema und verzweigten Gedankenästen.
  • Eine kreative Alternative zum Mitschreiben
    Buzan verstand Mind Maps als eine Methode, die kreatives und flexibles Denken unterstützt. Statt Informationen nur untereinander aufzulisten, werden Inhalte hierarchisch geordnet und gleichzeitig miteinander verbunden. So entsteht eine übersichtliche visuelle „Gedanken-Landkarte“, die das Verständnis und die Orientierung erleichtert.
  • Vom Lernwerkzeug zur universellen Methode
    Was zunächst als Lern- und Notiztechnik begann, wird heute in vielen Bereichen eingesetzt. Studierende nutzen Mind Maps zur Klausurvorbereitung, zur Planung von Hausarbeiten oder zur Strukturierung komplexer Theorien. Auch in Unternehmen, Projekten und kreativen Arbeitsprozessen gehören Mind Maps inzwischen zu den beliebtesten Visualisierungs- und Organisationstechniken.

Die anhaltende Beliebtheit der Methode zeigt: Mind Maps sind weit mehr als bunte Notizen. Sie helfen dabei, Wissen zu strukturieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und auch bei großen Informationsmengen den Überblick zu behalten – Fähigkeiten, die gerade im Studium wertvoll sind.

Wie funktioniert eine Mind Map?

Mind Maps folgen einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Informationen werden nicht linear nebeneinandergeschrieben, sondern sichtbar miteinander verbunden. So entsteht eine übersichtliche Struktur, die Zusammenhänge auf einen Blick erkennbar macht und das Verstehen und Lernen erleichtert. Drei Bausteine sind dabei besonders wichtig:

1) Ein zentrales Thema als Ausgangspunkt

Jede Mind Map beginnt mit einem zentralen Thema in der Mitte der Seite, beispielsweise „Lerntheorien“, „Marketing“ oder „Klausurvorbereitung“. Von diesem Mittelpunkt aus führen Hauptäste zu den wichtigsten Unterthemen. Diese verzweigen sich wiederum in weitere Unteräste mit Details, Beispielen, Begriffen oder Formeln. So entsteht Schritt für Schritt eine übersichtliche Gedanken-Landkarte.

2) Schlüsselwörter statt langer Texte

Bei Mind Maps wird bewusst mit einzelnen Begriffen oder kurzen Stichworten gearbeitet statt mit ganzen Sätzen. Dadurch bleibt die Darstellung übersichtlich und das Wesentliche wird schneller erfasst. Gleichzeitig zwingt diese Reduktion dazu, Inhalte aktiv zu verstehen und auf ihre Kernaussagen zu verdichten, anstatt Informationen lediglich abzuschreiben.

3) Farben, Symbole und Bilder

Farben, kleine Skizzen, Symbole oder Icons helfen dabei, verschiedene Themenbereiche voneinander zu unterscheiden und wichtige Inhalte hervorzuheben. Dadurch entsteht eine visuelle Struktur, die Orientierung gibt und das Wiederfinden von Informationen erleichtert.

Typische Einsatzgebiete im Studium

Mind Maps lassen sich in nahezu allen Bereichen des Studiums einsetzen wie z.B.:

  • Lernen und Klausurvorbereitung: Überblick über Modelle, Definitionen und Theorien gewinnen
  • Brainstorming: Themenideen für Hausarbeiten, Projekte oder Präsentationen sammeln und strukturieren
  • Projektplanung: Aufgaben, Zuständigkeiten, Meilensteine und Risiken visualisieren
  • Mitschriften: Vorlesungen, Webinare oder Meetings übersichtlich dokumentieren

 

Warum funktioniert das so gut für dich?

Mind Mapping wirkt deshalb so gut, weil mehrere lernförderliche Prozesse gleichzeitig angeregt werden:

  • Aktive Strukturierung von Wissen
    Statt Inhalte nur zu lesen oder abzuschreiben, ordnest und strukturierst du den Stoff aktiv. Dadurch setzt du dich intensiver mit dem Lernmaterial auseinander und förderst ein tieferes Verständnis.
  • Vernetztes Denken
    Eine Mind Map macht Beziehungen zwischen einzelnen Inhalten sichtbar. Du erkennst, wie Begriffe, Modelle oder Theorien zusammenhängen und entwickelst ein umfassenderes Verständnis eines Themas.
  • Mehrfach-Codierung von Informationen
    Durch die Kombination aus Wörtern, räumlicher Anordnung, Farben und Bildern wird ein Thema auf unterschiedliche Weise verarbeitet. Diese Mehrfach-Codierung unterstützt das Erinnern und erleichtert den späteren Abruf des Wissens.

So wird aus einer Sammlung einzelner Informationen eine übersichtliche Wissenslandkarte. Genau das macht Mind Maps zu einer der beliebtesten Lernmethoden für Studierende: Sie schaffen Struktur, fördern das Verständnis komplexer Zusammenhänge und helfen dabei, auch umfangreiche Lerninhalte langfristig zu behalten.

Kombination mit anderen Methoden

Mind Maps sind besonders wirksam, wenn sie mit anderen wissenschaftlich fundierten Lernstrategien kombiniert werden. So lassen sie sich beispielsweise hervorragend mit der Methode des Spaced Repetition verbinden, um Wissen nicht nur zu strukturieren, sondern auch langfristig im Gedächtnis zu verankern.

Wer Informationen zunächst in einer Mind Map strukturiert und anschließend durch Selbsttests oder Active Recall überprüft, verbindet Verständnisaufbau mit nachhaltiger Wissenssicherung. Dabei geht es nicht darum, Informationen passiv zu konsumieren, sondern Wissen aktiv zu verarbeiten und neu zu organisieren.

Mind Mapping auf einen Blick

Grundprinzipien

  • Ein zentrales Thema steht in der Mitte der Seite.
  • Hauptäste führen zu den wichtigsten Unterthemen.
  • Unteräste enthalten Details, Beispiele oder weitere Begriffe.
  • Verwendet werden Schlüsselwörter statt langer Sätze.
  • Farben, Symbole und kleine Skizzen unterstützen die Übersicht.

 

Warum funktioniert das fürs Lernen?

  • Du strukturierst Lerninhalte aktiv statt sie nur zu lesen.
  • Zusammenhänge und Vernetzungen werden sichtbar.
  • Die Kombination aus Wörtern, Farben, Bildern und räumlicher Anordnung erleichtert das Erinnern.

 

Typische Einsatzgebiete von Mind Maps im Studium

  • Klausurvorbereitung
  • Brainstorming für Hausarbeiten und Projekte
  • Projekt- und Zeitplanung
  • Mitschriften in Vorlesungen, Webinaren oder Meetings

Mind Maps entfalten ihr volles Potenzial besonders dann, wenn sie mit anderen Lernmethoden kombiniert werden. Sie helfen dabei, Wissen zu strukturieren und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Für nachhaltige Lernerfolge ist jedoch nicht nur die Strukturierung, sondern auch die regelmäßige Wiederholung und aktive Anwendung des Wissens entscheidend.

  • Spaced Repetition unterstützt dabei, die Inhalte einer Mind Map in sinnvollen Zeitabständen zu wiederholen und langfristig im Gedächtnis zu verankern.
  • Active Recall kann genutzt werden, um die Inhalte der Mind Map aktiv aus dem Gedächtnis abzurufen. Es kann beispielsweise eine Mind Map aus der Erinnerung neu gezeichnet werden oder einzelne Äste ergänzt werden.
  • Auch die Pomodoro-Technik lässt sich gut mit Mind Mapping verbinden. Eine kurze, konzentrierte Arbeitsphase eignet sich hervorragend, um ein Thema zu strukturieren oder eine bestehende Mind Map zu erweitern.
  • Wer zu Prokrastination neigt, kann Mind Maps nutzen, um große und komplexe Aufgaben in kleinere, überschaubare Arbeitsschritte zu zerlegen. Dadurch wirken Projekte oft weniger überwältigend und der Einstieg fällt leichter.
  • Im Rahmen eines guten Zeitmanagements können Mind Maps außerdem helfen, Lernstoff zu planen, Prioritäten zu setzen und den Überblick über umfangreiche Themengebiete zu behalten.

Mind Map erstellen

Schritt für Schritt zur eigenen Wissenslandkarte

Die gute Nachricht: Eine Mind Map zu erstellen ist einfacher, als viele denken. Du brauchst weder künstlerisches Talent noch spezielle Vorkenntnisse. Mit wenigen Schritten kannst du komplexe Themen strukturieren, Zusammenhänge sichtbar machen und deine eigene Wissenslandkarte entwickeln.

Egal, ob du eine Mind Map auf Papier oder mit digitalen Tools erstellst: Das Grundprinzip bleibt immer gleich.

Schritt 1: Zentrales Thema festlegen

Schreibe dein Hauptthema in die Mitte des Blattes oder des digitalen Arbeitsbereichs. Das kann beispielsweise eine Klausur, ein Modul, eine Theorie oder ein Projekt sein, etwa „Lerntheorien“, „Projektmanagement“ oder „Marketingprüfung“. Ein Symbol oder eine kleine Skizze hilft dabei, das Thema auf einen Blick erkennbar zu machen.

Schritt 2: Hauptäste anlegen

Überlege dir die wichtigsten Bereiche deines Themas und zeichne vom Zentrum aus mehrere Hauptäste. Diese bilden die Grundstruktur deiner Mind Map. Für eine Prüfung könnten dies beispielsweise „Definitionen“, „Modelle“, „Beispiele“ oder „Prüfungsfragen“ sein.

Schritt 3: Unteräste und Details ergänzen

Nun wird die Mind Map Schritt für Schritt erweitert. Von den Hauptästen verzweigen weitere Unteräste mit Begriffen, Beispielen, Formeln, Quellen oder wichtigen Zusammenhängen. Verwende möglichst einzelne Schlüsselwörter statt ganzer Sätze. So bleibt die Struktur übersichtlich und flexibel.

Schritt 4: Farben, Symbole und Bilder einsetzen

Farben helfen dabei, verschiedene Themenbereiche voneinander zu unterscheiden. Symbole, kleine Zeichnungen oder Icons können wichtige Informationen hervorheben und die Orientierung erleichtern. Je visueller deine Mind Map gestaltet ist, desto leichter lassen sich Inhalte oft wieder abrufen.

Analog oder digital?

Beides hat Vorteile. Eine handschriftliche Mind Map auf Papier eignet sich besonders gut für Brainstormings, kreative Prozesse und schnelle Lernübersichten. Digitale Mind Maps lassen sich dagegen jederzeit erweitern, umsortieren und mit Links, Notizen oder Dokumenten ergänzen. Das macht sie besonders interessant für Fernstudierende, die mit umfangreichen Lernmaterialien, Hausarbeiten oder Gruppenprojekten arbeiten.

Unser Tipp: Probiere beide Varianten aus. Viele Studierende entwickeln im Laufe ihres Studiums einen ganz eigenen Mind Mapping-Stil und nutzen die Methode je nach Situation analog oder digital.

Die besten Tools zum digitalen Mind Mapping

Gerade für Studierende an einer privaten Hochschule, die oft in Projekten, Gruppenarbeiten und digitalen Lernumgebungen unterwegs sind, lohnen sich Mind-Mapping-Tools, die mehr können als nur „buntes Zeichnen“. Hier ein komprimierter Überblick, an dem du dich orientieren kannst.

Kostenlose Tools für Einsteiger

  • MindMeister (Free-Version): Intuitiv, browserbasiert, gut für erste Mind Maps im Studium, mit einfachen Freigabe- und Exportfunktionen.
  • XMind (Free): Desktop- und Mobile-App, viele Vorlagen und Designs, ideal für strukturierte Lern-Mind Maps.
  • Canva: Bietet Mind-Map-Vorlagen, mit denen du schnell saubere, präsentationsfähige Maps gestalten kannst – gut für Referate und Poster.

Professionelle Lösungen für Teams

  • Miro / MURAL: Digitale Whiteboards, auf denen du Mind Maps mit deinem Team in Echtzeit erstellen kannst – perfekt für Projektplanung, Workshops und Gruppenarbeiten.
  • Lucidchart & ähnliche Tools: Eher Diagramm-orientiert, aber mit Mind Map-Templates für strukturierte Projekt- und Prozessplanung.

Für schnelle Lernmaps und Klausurvorbereitung reichen meist MindMeister, XMind oder simple Canvas in Miro völlig aus. Wenn du Mind Maps auch in Präsentationen einbauen oder mit anderen teilen willst, lohnt sich ein Tool mit guten Export- und Kollaborationsfunktionen – besonders in projektorientierten Studiengängen.

Mind Maps im Studium: Erfahrungen von Studierenden

Viele Studierende berichten, dass sie Mind Maps vor allem in Phasen mit hohem Lernaufwand oder als Einstieg in ein Thema als hilfreiche Unterstützung erleben. Wenn mehrere Prüfungen anstehen, Hausarbeiten vorbereitet werden müssen und verschiedene Skripte, Fachtexte und Notizen zusammenkommen, fällt es oft schwer, den Überblick zu behalten. Lerninhalte wirken dann schnell wie eine große Ansammlung einzelner Informationen, deren Zusammenhänge nicht sofort erkennbar sind.

Genau hier setzen Mind Maps an. Statt sich durch seitenlange Notizen zu arbeiten, lassen sich zentrale Themen, Begriffe und Zusammenhänge auf einer einzigen Seite übersichtlich darstellen. Dadurch werden Schwerpunkte sichtbar, Wissenslücken leichter erkannt und komplexe Inhalte besser strukturiert.

Besonders im Studium, in dem selbstständiges Lernen eine wichtige Rolle spielt, kann Mind Mapping dabei unterstützen, Wissen systematisch zu ordnen und miteinander zu verknüpfen. Viele Studierende nutzen Mind Maps zur Klausurvorbereitung, zur Planung von Hausarbeiten oder zum Brainstorming für Projekte. Die Methode hilft dabei, den roten Faden eines Themas zu erkennen und auch größere Stoffmengen überschaubar aufzubereiten.

Ein häufig genannter Vorteil ist, dass Mind Maps nicht nur einzelne Fakten sammeln, sondern Beziehungen zwischen Inhalten sichtbar machen. Oft entsteht gerade durch diese Vernetzung ein tieferes Verständnis für ein Thema. Deshalb zählen Mind Maps für viele Studierende zu den bewährten Methoden, um Lernstoff zu strukturieren und langfristig zu behalten.

Viele Studierende kombinieren Mind Maps mit weiteren Lerntechniken. Während Mind Maps helfen, den Überblick über komplexe Themen zu gewinnen, unterstützen Methoden wie Pomodoro, Spaced Repetition oder Active Recall dabei, das Wissen kontinuierlich zu vertiefen und langfristig zu behalten.

Häufige Fehler beim Mind-Map-Erstellen vermeiden

Viele Studierende probieren Mind Maps einmal aus und sind enttäuscht – oft liegt das aber nicht an der Methode, sondern an typischen Fehlern, die sich leicht vermeiden lassen.

Zu den häufigsten Stolpersteinen gehören:

  • Zu viel Text: Wenn ganze Sätze in den Ästen stehen, wird die Mind Map schnell unübersichtlich und liest sich wie eine verzerrte Stichpunktliste.
  • Unklare Hierarchie: Wenn Haupt- und Unterthemen nicht klar unterscheidbar sind, verliert sich der Überblick über Struktur und Prioritäten.
  • Keine Bilder oder Farben: Schwarz-weiße „Mind Maps“ ohne visuelle Anker verschenken einen wichtigen Vorteil der Methode.
  • Nie überarbeiten: Eine Mind Map ist ein Arbeitsdokument – wer sie einmal zeichnet und dann nicht mehr anpasst, nutzt ihr Potenzial nicht aus.

Werden diese typischen Fehler vermieden, können Mind Maps ihr volles Potenzial entfalten und dabei helfen, Wissen übersichtlich zu strukturieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Lerninhalte langfristig zu behalten. Perfekte Mind Maps gibt es nicht. Entscheidend ist, dass sie dir dabei helfen, Gedanken zu ordnen, Zusammenhänge zu erkennen und deinen Lernstoff so aufzubereiten, dass er für dich verständlich und nutzbar wird.

Fazit – Für wen lohnen sich Mind Maps?

Mind Maps lohnen sich besonders für Studierende, die viele Informationen strukturieren, Zusammenhänge verstehen und Wissen langfristig behalten möchten, anstatt es nur für die nächste Prüfung auswendig zu lernen. Sie eignen sich hervorragend, um komplexe Themen zu gliedern, Hausarbeiten zu planen, Referate vorzubereiten oder sich auf umfangreiche Klausuren vorzubereiten – unabhängig vom Studienfach.

Gerade im Studium, wo häufig große Stoffmengen bewältigt und unterschiedliche Inhalte miteinander verknüpft werden müssen, bieten Mind Maps einen besonderen Mehrwert. Sie verbinden analytisches Denken mit Kreativität, machen Zusammenhänge sichtbar und helfen dabei, den Überblick zu behalten. Wer die Methode einmal für sich entdeckt hat, kann sie in nahezu jedem Modul nutzen und so eine Lernstrategie entwickeln, die sowohl gehirnfreundlich als auch alltagstauglich ist.

Mind Maps sind dabei selten eine alleinstehende Lernstrategie. Besonders erfolgreich sind Studierende häufig dann, wenn sie verschiedene Methoden gezielt kombinieren. Wer seine Inhalte zunächst mit Mind Maps strukturiert, anschließend mit Active Recall überprüft und durch Spaced Repetition regelmäßig wiederholt, schafft optimale Voraussetzungen für nachhaltige Lernerfolge.

Wichtig: Mind Maps sind nicht für jede Person und jede Lernsituation gleichermaßen geeignet. Manche Studierende bevorzugen lineare Zusammenfassungen, Tabellen oder Karteikarten. Oft ist die Kombination verschiedener Lernmethoden besonders sinnvoll.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Mind Maps

Eine Mind Map ist eine „Gedankenkarte“: In der Mitte steht dein Thema, von dort aus verzweigen sich Äste zu Unterthemen und Details – mit Stichworten, Farben und Bildern.

Kostenlos geht es klassisch mit Papier und Stift oder digital mit Tools wie MindMeister (Free-Version), XMind oder Canva-Vorlagen.

Starte in der Mitte, arbeite mit Ästen und Unterästen, nutze Schlüsselwörter statt Sätzen, setze Farben und Symbole ein und halte die Struktur übersichtlich.

Eine Mind Map ist rund um ein zentrales Thema aufgebaut. Von diesem Ausgangspunkt verzweigen sich Äste zu Unterthemen, Begriffen und Ideen. Sie eignet sich besonders gut, um Inhalte zu strukturieren, Wissen zu ordnen und erste Zusammenhänge sichtbar zu machen. Eine Concept Map geht einen Schritt weiter: Sie stellt komplexe Beziehungen zwischen verschiedenen Begriffen mithilfe von Pfeilen, Verknüpfungen und beschrifteten Verbindungen dar. Während Mind Maps vor allem der Übersicht und Strukturierung dienen, eignen sich Concept Maps besonders, um komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen detailliert abzubilden.

Literatur

Buzan, T. (2006). The ultimate book of mind maps: Unlock your creativity, boost your memory, change your lifeThorsons.

Buzan, T. (2013). Das Mind-Map-Buch: Die beste Methode zur Steigerung Ihres geistigen Potenzials. MVG.

Buzan, T. (2018). Mind map mastery: The complete guide to learning and using the most powerful thinking tool in the universeWatkins Publishing.

Image
Prof. Dr. Jutta List-Ivankovic
Unsere Expertin
Prof. Dr. Jutta List-Ivankovic
Soziale Arbeit
Sozialpädagogik
Digitalisierung in Lehre und Praxis
Prof. Dr. Jutta List-Ivankovic ist Professorin für Soziale Arbeit und Sozialpädagogik an der PFH Private Hochschule Göttingen. In ihrer Lehre beschäftigt sie sich intensiv mit Lernstrategien, wissenschaftlichem Arbeiten und der Frage, wie Studierende komplexe Inhalte erfolgreich erschließen, strukturieren und langfristig behalten können.
Als Expertin für Fernstudium und digitale Hochschullehre begleitet sie Studierende dabei, individuelle Lernwege zu entwickeln und wirksame Methoden für selbstorganisiertes Lernen zu nutzen. Dazu gehören evidenzbasierte Lernstrategien wie Mind Mapping, Spaced Repetition, Visualisierungstechniken und weitere Ansätze, die Verständnis fördern, Wissen vernetzen und nachhaltige Lernerfolge ermöglichen.
Ihr Anliegen ist es, Studierende dabei zu unterstützen, den Überblick über komplexe Themen zu behalten, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Lernen nicht nur effizient, sondern auch motivierend und praxisnah zu gestalten.
Image
Cellina Stephan PFH
Unsere Expertin
Cellina Stephan
Projektmitarbeiterin Studienerfolg und Student Experience
Studentin Wirtschaftspädagogik
Cellina Stephan entwickelt Informations- und Serviceangebote, die Studierende dabei unterstützen, ihr Studium erfolgreich zu planen und zu gestalten. Sie beschäftigt sich mit Lernmethoden, die genau dort ansetzen, wo die Herausforderungen eines Fernstudiums liegen. Themen wie Prokrastination, Lernorganisation und Zeitmanagement kennt sie nicht nur aus ihrer beruflichen Tätigkeit, sondern auch aus eigener Erfahrung als Studentin der Wirtschaftspädagogik.
Mit kreativen Ideen, praxiserprobten Methoden und einem guten Gespür für die Bedürfnisse von Studierenden gibt sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen weiter und zeigt Wege auf, wie Lernen erfolgreich und alltagstauglich gestaltet werden kann.