Vom Vanillin zum Weltkonzern: Was Symrise erfolgreich macht

PFH Business Breakfast mit Symrise Vortrag

Wie aus einer wissenschaftlichen Innovation ein weltweit erfolgreiches Unternehmen entstand

Beim Business Breakfast an der PFH Private Hochschule Göttingen gab Michael Friede, Vorstandsmitglied der Symrise AG, Einblicke in die Entwicklung des Holzmindener Unternehmens und seine Perspektiven für die Zukunft. Rund 70 Gäste nutzten die Veranstaltung zum Austausch über Innovation, Nachhaltigkeit und unternehmerischen Erfolg.
Vanillin kennen die meisten Menschen als charakteristischen Geschmack und Duft von Vanille. Dass dahinter eine mehr als 150-jährige Unternehmensgeschichte und ein global agierender Konzern stehen, zeigte Friede unter dem Titel „Vanillin: Geschmack, Duft und Erfolgsgarant“. Von den Anfängen der Vanillin-Produktion bis zu den heutigen Geschäftsfeldern von Symrise.

Von Holzminden in die Welt
1874 legten Wilhelm Haarmann und Ferdinand Tiemann in Holzminden mit der Entwicklung eines Verfahrens zur synthetischen Herstellung von Vanillin den Grundstein für eine Entwicklung, die bis heute fortwirkt. Aus diesen Anfängen entstand Symrise, heute eines der weltweit führenden Unternehmen für Geschmacks-, Duft- und Pflegeinnovationen.
Der im Landkreis Holzminden aufgewachsene Friede gehört seit Dezember 2025 dem Vorstand der Symrise AG an und verantwortet dort das Segment Scent & Care. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zuvor unter anderem zur Bayer AG, Covestro AG und zuletzt zur Brenntag SE.
Dass kontinuierliche Weiterentwicklung ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, zeigt auch die Entwicklung des Unternehmens: Symrise konnte in den vergangenen zehn Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von acht Prozent verzeichnen. „Das Geheimnis für den Aufstieg liegt in der ständigen Arbeit und Erweiterung unseres Portfolios“, so Friede.

Innovation trifft Verantwortung
Neben der Erfolgsgeschichte von Symrise ging es auch um die Herausforderungen, mit denen international agierende Unternehmen heute umgehen müssen. Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus, Zölle und Handelsbarrieren, geopolitische Spannungen und politische Veränderungen wirken sich unmittelbar auf globale Lieferketten und Märkte aus.
„Auch wir müssen auf andere Lieferketten ausweichen und spüren den zunehmenden Inflationsdruck. Gerade als international aufgestelltes Unternehmen müssen wir flexibel reagieren, unsere Beschaffung anpassen und gleichzeitig darauf achten, unseren Kunden auch unter veränderten Rahmenbedingungen verlässliche Lösungen und Produkte anbieten zu können.“, erläuterte Friede.

Ein weiterer Erfolgsfaktor sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt Symrise auf attraktive Entwicklungsmöglichkeiten: „Dem Fachkräftemangel trotzen wir, indem wir attraktive Angebote schaffen: eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung und für unsere Parfümeure die Möglichkeit, bei Interesse im dritten Lehrjahr Erfahrungen an einer unserer Dépendancen im Ausland zu sammeln.“ Die Geschichte des Vanillins steht damit exemplarisch für die Entwicklung von Symrise: Aus einer wissenschaftlichen Innovation vor rund 150 Jahren ist ein global erfolgreiches Geschäft entstanden und ein Unternehmen, das sich kontinuierlich neuen Herausforderungen stellt.

Persönlicher Austausch im Mittelpunkt
Wie bei den Business Breakfasts der PFH üblich, bot die Veranstaltung neben dem Vortrag viel Raum für persönliche Gespräche und den Austausch zwischen Wirtschaft, Hochschule und regionalen Akteurinnen und Akteuren. Das Business Breakfast zeigte einmal mehr, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft ist: Aktuelle Themen, persönliche Erfahrungen und unternehmerische Perspektiven schaffen neue Impulse und verbinden die Region mit der internationalen Wirtschaftswelt.