Kostenloses Informationsmaterial
 

Interview: Auf dem Weg zum coolsten Fernstudium der Welt

Prof. Dr. Stephan Weibelzahl
Prof. Dr. Stephan Weibelzahl

Das Fernstudium Psychologie / Wirtschaftspsychologie der PFH ist rasant gewachsen: Seit dem ersten Studienstart im April 2014 haben sich mittlerweile rund 1.200 Studierende eingeschrieben. Dr. Stephan Weibelzahl ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der PFH und Leiter des Fernstudiums Psychologie / Wirtschaftspsychologie. Er hat das Studienangebot von Anfang an mit aufgebaut und entwickelt es nun gemeinsam mit dem Team aus Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern weiter.

Was bedeuten die stark steigenden Studierendenzahlen im Fernstudium Psychologie und Wirtschaftspsychologie für das Team aus Professoren, Betreuern und Servicemitarbeitern?

Weibelzahl: "Wir immatrikulieren zurzeit tagtäglich neue Studierende, und das freut uns. Aktuell sind es etwa 1.200. Das ist zwar ein furioses Wachstum, aber es überrascht uns trotzdem nicht, denn die strategischen Planungen waren auf schnell steigende Studierendenzahlen am Anfang angelegt. Das Team ist dementsprechend gewachsen, auf nunmehr sieben Professorinnen und Professoren. Dabei haben wir zuletzt den Schwerpunkt Klinische Psychologie neu besetzt. Auch die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter für Organisation, Studierendenbetreuung und Studienservice haben wir weiter erhöht. Die Anpassungen der Strukturen waren notwendig, aber ebenso geplant."

 

 

Wirken sich die höheren Studierendenzahlen auch unter den Kommilitonen selbst aus?

 

Weibelzahl: "Ja, da gibt es in der Tat verschiedene positive Entwicklungen. Die Studierenden gründen selbst Lerngruppen, nutzen die Interaktionsmöglichkeiten auf der sozialen Netzwerkplattform PFHnet; was ja nur Sinn hat, wenn genügend User zum Austauschen dort sind. Studierende erstellen Lehrmaterial für andere Studierende, es entstehen FAQs, um typische Fragen, insbesondere am Studienanfang, zu adressieren. So entsteht der für modernes digitales Studieren typische User-generated-Content, der über das reine Fernlernen für sich allein hinausgeht.

 

In manchen Bereichen müssen aber auch beide Seiten noch lernen. Wir hatten einige Fälle, in denen es Unmut hauptsächlich zu organisatorischen Fragen wie Themenabsprachen für Hausarbeiten und Klausurterminen gab. Die haben sich dann social-media-typisch etwas verselbständigt und hochgeschaukelt, weil die Studierenden über, aber nicht mit uns kommuniziert haben. Im direkten Kontakt können wir solche Probleme erfahrungsgemäß schnell ausräumen. Für uns heißt das künftig, unsere Ohren und Augen noch näher an den entsprechenden Kanälen zu haben. Für die Studierenden bedeutet es, sich ohne Bedenken zügig an uns zu wenden, gerade wenn es um Dinge geht, die den persönlichen Studienerfolg betreffen. "

 

 

Die Psychologiestudiengänge sind nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) konzipiert. Die Curricula sind daher eng vorgegeben. Als Hochschule der Angewandten Wissenschaften möchte die PFH neben wissenschaftlichen auch berufsrelevante Kompetenzen vermitteln. Wie bringen Sie diese Aspekte zusammen?

Weibelzahl: "Im Bachelorprogramm Psychologie erfreuen sich alle vier Anwendungsfächer, also Arbeits- und Organisationspsychologie, Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie, großer Beliebtheit. Wir haben unser Profil in Bezug auf diese Anwendungsfächer noch geschärft, indem wir nun in allen vier Bereichen sogenannte Anwendungswochenenden anbieten, bei denen der Erwerb praktischer Kompetenzen im Vordergrund steht. Hier werden beispielsweise Gesprächsführung und diagnostisches Vorgehen praktisch eingeübt. Damit möchten wir unsere Absolventen direkt auf den Berufsalltag vorbereiten.

 

Anwendungsnähe spielt auch in unserem Weiterbildungsmaster eine große Rolle. Unter den drei Masterstudiengängen ist der Master of Arts Angewandte Psychologie für die Wirtschaft am stärksten nachgefragt. Absolventen anderer Studienrichtungen, die bereits im Arbeitsleben stehen, erkennen offenbar, dass wirtschaftspsychologische Kompetenzen eine gute Ergänzung für sie darstellen. "

 

 

Welche Ziele haben Sie für die weiteren Entwicklungen der Fernstudiengänge im Bereich Psychologie/Wirtschaftspsychologie?

Weibelzahl: "Wir wollen das Potenzial der Digitalisierung der Lehre noch stärker nutzen, also noch mehr Lehrvideos, sogenannte Speed-Learnings und Editorials produzieren, noch mehr interaktive Online-Veranstaltungen anbieten und interaktive Übungsaufgaben und Quizze zur Leistungsüberprüfung einsetzen. Einige Entwicklungen betreffen auch die Gesamtdidaktik für alle PFH-Fernstudiengänge, in die ich als Wirtschaftspsychologe eingebunden bin. Dort arbeiten wir unter anderem gerade daran, das kollaborative Lernen und unsere Online-Plattform myPFH weiter zu optimieren, sodass Lernmaterialien schnell zu finden sind oder Anmeldungen zu Veranstaltungen, Klausuren und schriftlichen Arbeiten noch leichter von der Hand gehen. Diese Usability-Optimierung müssen wir dazu immer aus den beiden Perspektiven inhaltliche Verbesserung zum einen und technische Anforderungen für die verschiedensten Endgeräte wie PC, Laptop, Tablet und Smartphone zum anderen betrachten.

 

Insgesamt könnte man sagen: Wir wollen das coolste Fernstudium der Welt anbieten. "