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Förderung des Fernstudiums durch den Arbeitgeber

Vorausschauende Unternehmer investieren in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. So profitieren viele Fernstudierende an der PFH von der finanziellen Förderung durch ihre Arbeitgeber. Aktuell genießen über 100 Fernstudierende der Hochschule diese Unterstützung vom Chef.

 

Ihre Förderung leisten derzeit etwas mehr als 90 Firmen, die das Fernstudium eines oder mehrerer Mitarbeiter entweder komplett oder anteilig finanzieren. Zu den Unternehmen, die immer wieder Mitarbeiter im Fernstudium unterstützen, zählt die Otto Bock Healthcare GmbH, der Duderstädter Weltmarktführer im Bereich Prothetik. Michael Schmidt ist dort Leiter der Personalentwicklung und erklärt im Interview, warum sich diese Investitionen für Otto Bock lohnen.

Michael Schmidt, Otto Bock HealthCare GmbH
Michael Schmidt Personalentwicklung Otto Bock

 

Herr Schmidt, welchen Nutzen hat es für Otto Bock,
Mitarbeiter in einem BWL-Fernstudium finanziell zu fördern?

Schmidt: Für zukünftige Führungskräfte und andere Potenzialträger bei Otto Bock ist ein Fernstudium an der PFH zunächst einmal die ideale Form, um betriebswirtschaftliche Kenntnisse weiter zu entwickeln. So können sie sich auf weitere Karriereschritte im Unternehmen vorbereiten, ihr Know-how bleibt uns aber auch während des Studiums erhalten. Das ist eine klare Win-Win-Situation, in der sich die Förderung für uns fast immer voll auszahlt.

 

 

Nach welchen Kriterien fördern Sie?

Schmidt: In einem individuellen Auswahlverfahren prüfen wir, ob der Antrag des jeweiligen Mitarbeiters gut begründet ist, das heißt ob ein Fernstudium für ihre bzw. seine Karriere tatsächlich zielführend ist. Form und Höhe der Förderung halten wir dann im Fortbildungsvertrag individuell fest. Wenn etwa ein Mitarbeiter für das Fernstudium die Arbeitszeit verkürzen möchte, gewähren wir einen Teil der Förderung in Form von Freizeitausgleich. Wer dies nicht benötigt, erhält eine entsprechend höhere finanzielle Unterstützung.

 

 

Fürchten Sie auch Nachteile durch das Fernstudium von Mitarbeitern –
etwa mangelnde Aufmerksamkeit für die tägliche Arbeit?

Schmidt: Natürlich nehmen unsere Mitarbeiter mit einem Fernstudium eine Doppelbelastung in Kauf. Den Kollegen und Vorgesetzten muss dabei klar sein, dass ein fernstudierender Mitarbeiter unter Umständen nicht die gewohnte Leistung erbringen kann. Extra-Belastungen über die normale Tätigkeit hinaus muten wir den Mitarbeitern in dieser Zeit nicht zu.

 

 

In manchen Unternehmen bringen Vorgesetzte den Fernstudienplänen ihrer Mitarbeiter eher Argwohn als Unterstützung entgegen. Können Sie diese ablehnende Haltung nachvollziehen?

Schmidt: Es kann vorkommen, dass einige eher unerfahrene Führungskräfte die Befürchtung äußern, dass diese Leistungsträger aus Karrieregründen ihren Arbeitsbereich verlassen könnten. Jedoch lohnt es sich, die Karriere dieser Mitarbeiter innerhalb unseres Unternehmens aktiv mitzugestalten und so zur eigenen Netzwerkbildung beizutragen. Wir fördern die Entwicklung von Potenzialträgern daher langfristig und mit einer ganzheitlichen Betrachtung, zum Beispiel mit einem Fernstudium. Unseren Fernstudienabsolventen versuchen wir stets attraktive Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen aufzuzeigen.

 

 

Welchen Rat geben Sie Mitarbeitern, die ein Fernstudium anstreben?

Schmidt: Wer diesen Weg gehen möchte, sollte sich zuerst bei Kollegen informieren, die ihn bereits beschritten haben. Dabei geht es darum, eine möglichst realistische Einschätzung von Ablauf und Aufwand eines Fernstudiums zu bekommen. Die Kollegen können aber auch ganz praktische Tipps zum Fernstudienalltag geben, etwa zu Zeitmanagement oder Lerntechniken.