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Lerntricks: Gehirngerechtes Lernen

Wer sein Gehirn versteht und richtig anspricht, lernt deutlich effizienter und nachhaltiger. Unter dem Stichwort "Gehirngerechtes Lernen" haben schon viele Pädagogen und Psychologen erforscht, was das Lernen leichter macht. Die Rezepte für gehirngerechtes Lernen sind nicht schwierig, aber erfordern etwas Umgewöhnung und Fantasie.

 

Unser Großhirn hat viele unterschiedliche Aufgaben, die sich seinen beiden Hälften zuordnen lassen. So ist die linke Gehirnhälfte u. a. für logisches und strukturiertes Denken, Sprache, Rechnen und Zeitempfinden zuständig. In der rechten Hälfte sind hingegen Kreativität, Kunst, Musik, Intuition, Neugierde sowie räumliches und ganzheitliches Denken angesiedelt. Mit den Methoden des Lehrens und Lernens, die in unserer Gesellschaft üblich sind, sprechen wir häufig nur die linke Hälfte des Großhirns an. Dabei könnten wir uns den Lernstoff viel besser merken, wenn wir beim Lernen beide Gehirnhälften aktivieren.

 

 

 

 

Gehirnhälften zusammen aktivieren

Genau darum geht es beim gehirngerechten Lernen: beide Gehirnhälften zusammen ansprechen und so synaptische Verbindungen schaffen. Am erfolgreichsten lernt demnach derjenige, der über den "Corpus Callosum", den Nervenstrang zwischen den beiden Gehirnhälften, die meisten Verbindungen entwickelt.

 

In der Praxis ist dafür fantasievolles Lernen gefragt, etwa wenn man sich eine mathematische Formel mit Bildern oder einer Geschichte merkt. Hilfreich kann aber schon die Rückbesinnung auf eine wichtige kindliche Tugend sein: Neugierde (rechte Gehirnhälfte). Wer beim Lernen neugierig bleibt und den Erkenntnisgewinn als spannende Entdeckungsreise erlebt, bezieht auch dadurch die rechte Gehirnhälfte ein. Überhaupt ist die rechte Hälfte aktiver, wenn positive Emotionen das Lernen begleiten.

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Mind Maps

Eine beliebte Methode für gehirngerechtes Lernen sind auch Mind Maps. Als Mind Map bezeichnet man Notizen zu einem (Lern-) Thema, die wie auf einer Landkarte oder in einer Baumstruktur angeordnet sind. Der Kernbegriff steht in der Mitte der Karte. Von hier führen Wege (bzw. Äste) zu relevanten Schlüsselwörtern. Beliebig viele weitere Verzweigungen mit ergänzenden Informationen schließen sich an. Wichtig ist, möglichst keine Sätze oder Halbsätze in die Karte zu schreiben, sondern sich konsequent auf Schlüsselworte oder sehr knappe Stichpunkte zu beschränken.

 

Der logische Einsatz von Symbolen und unterschiedlichen Farben verfeinert die Mind Map. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Notizblatt, auf dem man lange Stichpunkte oder gar ganze Sätze hintereinander schreibt, aktiviert die bildhafte Darstellung des Lernstoffs in einer Mind Map nicht nur die linke, sondern auch die rechte Gehirnhälfte. Außerdem arbeiten Mind Maps assoziativ – wie unser Gehirn.

 

Ein Gehirn arbeitet effektiv, wenn es zwischen den gespeicherten kleinen Wissensbrocken viele synaptische Verbindungen herstellen kann. In einem geschriebenen Text hat jeder Satz aber nur eine Beziehung zum vorhergehenden wie zum nachfolgenden Satz. Eine Mind Map zeigt hingegen auf einen Blick viele Beziehungen zwischen Informationen auf. In dieser Anordnung kann unser Gehirn die Informationen viel leichter speichern.