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Zeitmanagement lohnt sich

Egal ob Top-Managerin oder alleinerziehender Vater, Kassiererin im Lebensmitteldiscounter oder Fernstudent – Millionen von Menschen teilen sich Tag für Tag dasselbe Problem: Ich hab doch keine Zeit! Wirklich? So manches Zeitproblem kann man mit ein paar methodischen Hilfsmitteln in den Griff bekommen. Vor allem für Menschen, die ihren Arbeits- und/oder Lernalltag selbst organisieren müssen, sind die Strategien des Zeitmanagements sinnvolle Tools: Nicht um die 24 Stunden des Tages noch ein bisschen voller zu packen, sondern um Zeit effektiver zu nutzen und letztlich auch die eigene Work-Life-Balance wieder ins Lot zu bringen.

 

Das A und O im Zeitmanagement ist der Zeitplan: Notieren Sie sich am Ende der Arbeitswoche die Aufgaben, die Sie in der nächsten Woche erledigen wollen oder - je nach Bedarf - am Ende des Tages die Aufgaben für den Folgetag. Weisen Sie dabei jeder Aufgabe eine Prioritätsstufe zu (z. B. hoch, mittel und niedrig). Versuchen Sie die Prioritätsstufen so objektiv wie möglich zu vergeben. Welche Aufgaben sind im Moment wirklich wichtig und notwendig? Diese sollten auch zuerst erledigt werden. Verplanen Sie aber nie mehr als 60 Prozent Ihrer Zeit, um stets auf Verzögerungen und Unvorhersehbares reagieren zu können.

 

Bei der Anwendung des Zeitplans ist Selbstdisziplin gefragt, denn intuitiv erledigen viele Menschen lieber jene Aufgaben zuerst, die ihnen besonders angenehm sind. Oder sie blockieren den eigenen Tagesablauf mit Nebensächlichkeiten und finden so für wichtige umfangreiche Tätigkeiten keine Zeit. Überprüfen Sie selbst, ob Aufgaben, die etwa Ihre Kollegen mit Hinweis auf Dringlichkeit einfordern, tatsächlich in Ihrem Plan Priorität genießen sollten oder hinten anstehen müssen. Lernen Sie, auch einmal "Nein" zu sagen.

Das tägliche Rollenspiel

Ein Problem, das Fernstudenten besonders betrifft, ist der ständige "Rollenwechsel" im Tages- und Wochenablauf: Arbeit, Studium, Ehrenamt, Familie, Freizeit. Stress entsteht häufig dann, wenn Sie zwischen den einzelnen Rollen nicht mehr gedanklich umschalten können. Die Gedanken schweifen ab, und so sinniert man beim Bearbeiten des Fernstudienbriefs über das aktuelle Projekt im Büro, im Büro über private Probleme und beim Sport über den Verein. Wer so lebt und arbeitet, kann jede Rolle nur ineffektiv ausfüllen und ist schnell mit den Kräften am Ende. Ein kleiner Tipp, der manchmal große Wirkung hat: Führen Sie immer Zettel und Stift mit sich und notieren Sie die "rollenfremden" Gedanken auf Papier. Auf diese Weise fällt es Ihnen leichter, das entsprechende Thema innerlich abzuhaken und sich wieder auf die aktuelle Tätigkeit zu konzentrieren.

 

Der beste Tipp zum Schluss: Einfach einmal nichts tun. Nichts tun ist nicht so einfach, wie es klingt. Viele Menschen haben das simple Faulenzen verlernt und verplanen längst auch ihre Freizeit mit Aktivitäten und Konsum. Faulenzen gehört jedoch zu den effektivsten Formen der Regeneration. Wer die Beine hochlegt, hat den wichtigsten Schritt zur Work-Life-Balance schon geschafft.