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Handelsmarken vs. Premiummarken – welche Lebensmittel sind besser?

Professor Dr. Frank Albe ist Präsident der PFH Private Hochschule Göttingen und als Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre insbesondere Tourismusmanagement und Controlling tätig. Auf der Nacht des Wissens 2015 vertrat er Prof. Dr. sc. agr. Julian Voss um dessen Vortrag über Premium- und Handelsmarken der Lebensmittelbranche zu halten. Im Rahmen des Vortrages testen die Zuhörer anhand einer Blindverkostung, ob sie gleichartige Produkte unterscheiden können.

 

 

Albe ging zunächst auf die Definition von Marken und deren Bedeutung für Konsumenten und Unternehmer ein. Im Optimalfall gelingt es Konzernen, über die Marken eine Botschaft zu transportieren, so dass Konsumenten damit positive Werte und Emotionen assoziieren. Bei sehr bekannten Marken reichen schon bestimmte Farben oder Formen (z. B. von Flaschen) aus, um die Marke zu erkennen.

 

 

Handelskonzerne haben Eigenmarken entwickelt, die die mittleren (Mehrwerts-Handelsmarken) und unteren Preissegmente (Preiseinstiegs-Handelsmarken) besetzen. Sie erwirtschaften dadurch einen höheren Deckungsbeitrag und üben gleichzeitig immer mehr Druck auf die Premiummarken aus, da sie deren Listung von Preissenkungen abhängig machen. Diese Produkt- und Preispolitik der Handelskonzerne wurde in Deutschland etabliert und mittlerweile auch auf internationalen Märkten angewandt. Albe veranschaulichte, dass das Ansehen der Eigenmarken in den Augen der Konsumenten gestiegen ist, nicht zuletzt aus dem Grunde, dass Tests wiederholt bestätigten, dass billigere Artikel qualitativ hochwertiger sind und auch unter den Aspekten Schadstoffgehalt und Deklaration besser abschneiden. Premiummarken punkten fast nur noch bei der Verpackung und der Ernährungsqualität. Und auch vom Geschmack her fällt es meist schwer, zwischen Premium- und Handelsmarkenprodukt zu unterscheiden, wie die Blindverkostung während des Vortrags bestätigte.

Der Vortrag als Video