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11.01.2016
Pressemeldungen

Sind die internationalen Bündnisse noch zeitgemäß? 2. Gesellschaftspolitischer Diskurs am PFH Hansecampus Stade

Göttingen/Stade, 11.01.2016. Rund 80 Schülerinnen und Schüler des Aue-Geest-Gymnasiums Harsefeld, der Elbmarschen-Schule Drochtersen, der Halepaghen-Schule Buxtehude, der Stader Privatschule und des Vincent-Lübeck-Gymnasiums Stade besuchten am 7. Januar den zweiten Gesellschaftspolitischen Diskurs am PFH Hansecampus Stade. Das Thema Friedens- und Sicherheitspolitik stand im Mittelpunkt des Abends. Ziel des Diskurses ist es, die Schüler an Formen der wissenschaftlichen Argumentation heranzuführen.


2. Gesellschaftspolitischer Diskurs in Stade

Schülerinnen, Schüler und Studierende diskutierten im Hörsaal des PFH Hansecampus Stade gemeinsam über Friedens- und Sicherheitspolitik.

Unter der Überschrift "Friedens- und Sicherheitspolitik in schwierigen Zeiten: Herausforderungen für Deutschland als Mitglied verschiedener Bündnisse" tauschten sich Schüler, Lehrer und Studierende in zwei Diskussionsrunden aus. Impulsreferate der BWL-Studierenden Fabian Renzow, Piotr Sak und Niklas Witt beziehungsweise Philip Hellmick, Ebru Karaoglu, Julia Plate und Maximilian Schäfer leiteten diese ein.

 

Auf welche Weise können und sollten internationale Bündnisse wie EU, NATO, OSZE und UN aktuellen Problemen und Herausforderungen wie dem islamistischem Terror, der Ukraine-Krise oder der Flüchtlingsbewegung begegnen? Und was kann Deutschland im Rahmen der Bündnisse dazu beitragen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Austausches. "Die Diskussionen verliefen sehr kontrovers, aber trotzdem sachlich - so wie es dem Konzept des Diskurses entspricht", kommentierte Veranstaltungsleiter Prof. Dr. Joachim Ahrens (Internationale Wirtschaft/PFH).

 

So zweifelten einige Teilnehmer daran, dass die genannten Bündnisse überhaupt noch zeitgemäß sind. Zumindest müssten sie sich besser an die veränderte Welt anpassen, fanden viele. Außerdem fehle es oft an langfristigen Strategien für Krisenländer. Deutschland solle, so sind sich die meisten Schülerinnen, Schüler und Studierenden einig, sein diplomatisches Gewicht besser zur Geltung bringen und Führungsverantwortung übernehmen - aber zugleich die Solidarität der Bündnispartner einfordern. Uneinigkeit herrschte hingegen in der Frage, inwieweit militärische Interventionen zum Repertoire der internationalen Krisenstrategien zählen müssen.

 

Gesellschaftspolitischer Diskurs der PFH

Der Abend zur Friedens- und Sicherheitspolitik war bereits der zweite Gesellschaftspolitische Diskurs am PFH Hansecampus Stade. Der erste Diskurs fand im Juli 2015 zum Thema Flüchtlingsbewegung und Migration statt. Eingeladen sind Schülerinnen, Schüler und Lehrer aller Kooperationsschulen der PFH in der Region Stade. Auch am Campus Göttingen der Hochschule finden regelmäßig Gesellschaftspolitische Diskurse statt, in denen Schüler sich im sachlichen Meinungsaustausch, in der Argumentation und der Rhetorik üben und für ein Studium fit machen können.