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Praktikum bei Satair, Hamburg-Fuhlsbüttel

Luise Spilker

Von Februar bis August 2015 absolvierte Luise Spilker (CFK-Absolventin am Hansecampus Stade) ihr Hauptpraktikum II inklusive Bachelorthesis beim Airbus-Tochterunternehmen Satair in Hamburg-Fuhlsbüttel. Satair wurde 2011 von Airbus übernommen und ist der weltgrößte Händler von Ersatzteilen für Flugzeuge und Helikopter. Spilker hatte während ihres Praktikums die Möglichkeit, die Aufgaben und Prozesse nach dem Verkauf eines Flugzeuges kennenzulernen und zu verstehen, worauf es beim Kundenservice von Airbus ankommt. "Sehr spannend war auch das Thema meiner Bachelorarbeit", berichtet sie. "Dabei habe ich mich mit den Herausforderungen und Risiken bei der Vorbereitung auf den Entry-into-Service des CFK-Flugzeuges Airbus A350 beschäftigt." Besonders herausfordernd sei es gewesen, Lösungen zu finden, um das Material innerhalb von kürzester Zeit unter den unterschiedlichsten Bedingungen zu reparieren. "Der Zeitdruck im After-Sales-Markt hat große Auswirkungen auf die Reparaturlösungen, die von den herkömmlichen Prozessen in der Produktion abweichen", meint sie. "Es ist nicht leicht, ein neuartiges und anspruchsvolles Material wie CFK unter diesen Bedingungen zu reparieren."

 

Der Zeitpunkt für das Praktikum war optimal gewählt, denn das A350-Repair-Team befand sich gerade mitten in der Einführungsphase. So hatte Spilker auch die Gelegenheit, bei Tests in Toulouse und Hamburg dabei zu sein. Zusätzlich konnte sie die Schulungsräume im französischen Toulouse besichtigen, in denen die Trainings zur Reparatur von CFK-Bauteilen stattfinden. "Für mich war diese zweitägige Reise nach Toulouse ein besonderes Erlebnis, und ich bin meinem Betreuer sehr dankbar, dass er mir dies ermöglicht hat", sagt die PFH-Absolventin. Außerdem sei es besonders beeindruckend gewesen, in Toulouse in den Testrumpf der A350 zu klettern und das Flugzeug einmal unverkleidet zu sehen. "Sogar in Bereiche, die man sonst nicht so ohne weiteres betreten kann, durfte ich gehen", schließt sie.

 

Das Praktikum war für Spilker zum Ende ihres CFK-Bachelorstudiums, das sie als Airbus-Studentin durchlaufen hat, eine ganz besondere Erfahrung. Denn so konnte sie miterleben, dass nicht nur die Entwicklung und Herstellung eines Flugzeuges mit innovativen Materialien eine Meisterleistung ist. "Denn auch danach stellen sich viele Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Deshalb gibt es immer Bedarf an Weiterentwicklungen und Verbesserungen." Nach Abschluss des Studiums wurde sie von Airbus in Stade übernommen, arbeitet nun im Bereich Controlling und lernt so die Herstellung von CFK-Teilen aus Finanzsicht kennen.