Absolventin der Psychologie Anika Lysko-Krecklau

 

Interview mit Absolventin der Psychologie: Anika Lysko-Krecklau

Ein Job als Ergotherapeutin, Kursleiterin für HypnoBirthing, Mutter von drei Kindern – und ein Studium in Psychologie: Anika Lysko-Krecklau hat alles, aber sicher keine Langeweile. Wie die heute 40-Jährige ihr berufsbegleitendes Studium an der PFH managte, welche Tipps sie anderen Fernstudierenden geben kann und was sie mit Herzogin Kate und Schauspielerin Jessica Alba gemeinsam hat, erzählt sie im Interview.

Frau Lysko-Krecklau, offenbar haben Sie bereits einen ausgefüllten Alltag. Was hat Sie zum nebenberuflichen Psychologiestudium bewogen?

Langweilig war – und ist mir tatsächlich nicht. Ich bin staatlich anerkannte Ergotherapeutin und arbeitet seit 16 Jahren in einer Praxis für Logopädie und Ergotherapie. Dort behandele ich neurologisch und psychisch erkrankte Erwachsene sowie Kinder mit Wahrnehmungs- und Konzentrationsstörungen. Seit neun Jahren leite ich zusätzlich Kurse für HypnoBirthing, einem ganzheitlichen Geburtsvorbereitungskonzept. Für das Fernstudium an der PFH habe ich mich entschieden, weil ich mein Spektrum erweitern und gerne mehr wissenschaftlichen Hintergrund zu verschiedenen Aspekten meiner Arbeit bekommen wollte. Die PFH habe ich deshalb ausgewählt, weil ich hier klinische Psychologie studieren konnte.

Können Sie bitte kurz erklären, was HypnoBirthing ist?

HypnoBirthing ist eine geburtsvorbereitende Methode, um durch mentales Training die Verknüpfung von Ängsten und der anstehenden Geburt im Kopf der Mutter aufzulösen und durch Tiefenentspannung den Geburtsvorgang schneller und schmerzfreier zu gestalten. Bekannt wurde sie, seit prominente Frauen wie Herzogin Kate oder Schauspielerin Jessica Alba mit dieser Methode ihre Babys sanft und sicher zur Welt gebracht haben. Ich biete in Düsseldorf für werdende Eltern sowohl Präsenz- als auch Online-Kurse an.

Mit welcher Erwartung an Inhalte sind Sie ins Psychologiestudium gestartet – und wie war dann die Realität?

Am neugierigsten war ich auf die biologische Psychologie, denn in meiner Arbeit als Ergotherapeutin, bei meinen Kursen und durch viele Fortbildungen habe ich auch immer wieder viele Berührungspunkte damit, welche Zusammenhänge zwischen biologischen Mechanismen im Körper und dem Verhalten von Menschen beobachtbar sind. Überrascht war ich, wie spannend auch die Wahrnehmungspsychologie ist und wie fesselnd auch die Sozialpsychologie war, sie hat das Bild abgerundet.

Wie haben Sie sich während des Fernstudiums organisiert und Job und Studium gleichermaßen „unter den Hut“ bekommen?

Nun, nicht nur Job und Studium – auch die Familie, ich habe drei Kinder. Sie waren zu Beginn meines Studiums im Jahr 2018 neun, sieben und fünf Jahre alt. Mir ist das mithilfe eines guten Zeitmanagements gelungen. Ich habe feste Tage, an denen ich als Ergotherapeutin arbeite und Abende, an denen ich HypnoBirthing-Kurse gebe. Für das Studium habe ich mir feste Vormittage reserviert, an denen ich sehr konsequent die Fernlehrbriefe durchgearbeitet und die Klausuren vorbereitet habe. Zum Lernen und für die Literaturrecherche bin ich auch in die Düsseldorfer Unibibliothek gegangen. Für meine Bachelorarbeit habe ich meine Stunden in der Ergotherapie dann reduziert. Gelungen ist mir das Studium sicherlich auch deshalb, weil meine Familie, insbesondere mein Mann, mich sehr unterstützt haben. Meine Bachelorarbeit habe ich im Juni 2022 abgeschlossen.

Welche Tipps können Sie anderen Fernstudierenden geben?

Ich würde empfehlen, erst einmal den Gastzugang zu nutzen und auszuprobieren, wie man mit dem selbstständigen Lernen zurechtkommt. Das habe ich die ersten drei Monate gemacht und dabei festgestellt, dass es mir gut gelingt, mich zu organisieren. Von der PFH habe ich sowohl vom Support als auch von den Professor:innen immer sehr schnell und zeitnah Rückmeldung und Hilfe erhalten. Mir hat insbesondere der Austausch mit anderen Studierenden sehr geholfen. Im Fernstudienzentrum Ratingen habe ich andere Studierende kennengelernt und wir haben uns bis zum 6. Semester gemeinsam auf Klausuren vorbereitet.

Inwiefern profitieren Sie heute von Ihrem Studium an der PFH?

Mit den Erkenntnissen aus dem Studium kann ich vor allem in meinen HypnoBirthing-Kursen noch viel besser auf die werdenden Eltern eingehen und ihnen die Inhalte vermitteln. Aber auch in meine Arbeit als Ergotherapeutin fließen die Erkenntnisse ein.