Das Psychologie-Studium an der PFH: Alumni Interview mit Daniela Herbst-Früholz

Daniela Herbst-Früholz ermöglichte sich 2015 ihren Traum vom Psychologie-Studium. Das besondere: Sie schloss ihr Psychologie-Studium sowohl im Fernstudium als auch am Campus in Göttingen ab. In diesem Interview erfährst du, warum ihr das Studium so wichtig war und welchen Tipp sie den Studierenden gibt. 

 

Der Traum vom Psychologie-Studium

Sie arbeitete bereits als selbstständige Businesstrainerin und Coach, als sie 2015 ihr nebenberufliches Psychologie-Studium an der PFH beginnt. Nach ihrem Bachelor in Klinischer Psychologie weiß Daniela Herbst-Früholz: Das reicht mir noch nicht, ich möchte weitermachen. Die heute 43-Jährige schließt ein Vollzeit-Masterstudium am Campus in Göttingen an.

 

Frau Herbst-Früholz, neben der selbstständige Tätigkeit haben Sie im Fernstudium Ihren Bachelor of Science (B.Sc.) in Psychologie absolviert. Was hat sie dazu bewogen, dann auch noch den Master in Angriff zu nehmen? 

Mein Traum war es schon lange, die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin zu machen, die ich jetzt nach dem Master begonnen habe. Am Ende des Bachelor-Studiums habe ich noch ein wenig mit der Idee gehadert und überlegt, ob ich das Master-Studium am Campus auch bewältige. Doch Frau Prof. Dr. Yvonne Görlich hat mich sehr ermuntert – und ich glaube ohne sie hätte ich das Studium nicht direkt in Angriff genommen. Sie sagte mir damals: „Sie schaffen das, die zwei Jahre vergehen so schnell.“ Und so war es tatsächlich. Im September 2022 habe ich meinen Master gemacht, danach habe ich die Ausbildung begonnen.

 

Warum war Ihnen das Studium so wichtig? 

Nach meiner Ausbildung zur Bankkauffrau habe ich viele berufliche Erfahrungen gesammelt und mein Abitur erst spät, mit 30 Jahren, nachgeholt. Ich wollte schon immer mit Menschen arbeiten – und ein Psychologie-Studium war ein Lebenswunsch. Zunächst habe ich viele Fort- und Weiterbildungen gemacht, auch zum systemischen Coach. Jedoch bringt so ein Studienabschluss umfangreicheren Wissenserhalt mit sich und ist letztendlich eine andere Form von Anerkennung im Wirtschaftsleben. Ich kann nur allen empfehlen, die diesen Wunsch haben, ihn ernst zu nehmen und sich dafür einzusetzen. Das gibt Selbstbewusstsein. Und hilft auch bei der beruflichen Karriere.

 

Was hat Sie im Studium am meisten interessiert, was hat besonders viel Freude gemacht? 

Die Pädagogische Psychologie hat mir am meisten Freude gemacht. Mich interessiert besonders das Thema Hochsensibilität - Neurodiversität, dazu arbeite ich auch mit meinen Klient:innen. Im Studium waren das dann auch die Themen meiner Bachelor- und meiner Masterarbeit.

 

Wie haben Sie während des Fernstudiums organisiert und Job und Studium gleichermaßen "unter den Hut" bekommen?

Ich habe mir für das Fernstudium keine festen Wochentage reserviert, sondern blockweise gelernt. Das entspricht am ehesten meiner Lernweise, ich tauche gerne intensiv in ein Thema ein und fokussiere mich darauf. Dazu habe ich konsequent Klausuren geschrieben. Bevor diese anstanden, habe ich meine beruflichen Termine zurückgefahren und mich fast ausschließlich auf das Lernen konzentriert. Mit ihren Fernlehrbriefen ist die PFH super strukturiert, zudem habe ich von den Mitarbeitenden schnell Rückmeldung und Unterstützung bekommen, wenn ich Fragen hatte.

 

Welche Tipps können Sie anderen Studierenden geben?

Was ist Dein Ziel? Was ist Deine Motivation? Diese Frage sollte man für sich klären – und verschriftlichen. Ich habe mir mein „Warum“ in ein Notizbuch geschrieben. Immer, wenn Durchhänger kamen – und die kommen mit Sicherheit bei allen Studierenden – dann habe ich mein Buch rausgeholt, mein Ziel visualisiert und mich damit verbunden. Zudem finde ich eine klare Kommunikation in Bezug auf die Anforderungen des Studiums an einen Selbst in das Umfeld sehr wichtig. Damit die Menschen Verständnis haben und auch unterstützen können.