12. Entrepreneurship School der PFH

11.10.2022
 

Know-how und Training für niedersächsische Gründerinnen und Gründer

Drei Tage rund um innovative Geschäftsideen: Bei der "Entrepreneurship School 2022" des ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH drehte sich vom 6. bis zum 8. Oktober 2022 für acht Teams alles um das Thema Gründung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten mit Akteuren aus der Start-Up-Szene, erfolgreichen Gründern und Experten des ZE an ihren Geschäfts- und Gründungsideen und entwickelten diese gemeinsam weiter.

 

Nase vorn für „Made in Südniedersachsen“

Nicht nur „Made in Germany“, sondern „Made in Südniedersachsen“ – und das auch noch nachhaltig: Die Gründer:innen der MOLLY SUH GmbH, Amy Peters und Maurice Jedlicka aus Northeim, bieten nachhaltige und hochwertige Kerzen an. Dafür wurden sie von der Jury der Entrepreneurship School (ESS) um Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar, Geschäftsführender Direktor des ZE, mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die Besonderheit ihres Unternehmens liegt in der innovativen Gewinnung des Kerzenwachses. „Der Kerzenwachs der MOLLY SUH Kerzen wird aus einer recycelten Biomasse von pflanzlichen Fetten gewonnen und nicht, wie herkömmliche Kerzen, aus Paraffinen oder Palmöl“, so Prof. Dr. Vollmar.

 

Platz zwei ging gleich an zwei Gründungskonzepte. Einmal an das Göttinger Start-Up Koiotech GmbH. Gründer Massoud Koshan aus Göttingen ersetzt mit seinem Unternehmen zeitaufwändige und ungenaue manuelle Stichprobenentnahmen in der Qualitätskontrolle durch eine vollautomatisierte und digitale Lösung. Derzeit nutzt Koiotech ihre Expertise in der Kartoffelwirtschaft, um die Qualitätskontrolle im Wareneingang sowie die Produktionssteuerung bei Pommes- und Kartoffelchips-Herstellern zu optimieren. Darüber hinaus wird eine Lösung entwickelt, mit der den Landwirt:innen die Vermessung während der Ernte ermöglicht wird.

 

Auch die kryptance GmbH rund um die Gründer:innen André Böhlke, Farhad Omid und Larissa Lange aus Göttingen wurden von der Jury mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Ihre Software "befundbote 1.0" ist bereits mit über 1 Million digitaler Übertragungen von Coronatestergebnissen erfolgreich. Die Weiterentwicklung "befundbote 2.0" soll zur Digitalisierung der Medizinbranche beitragen. Dank der Software ist die Ende-zu-Ende verschlüsselte Kommunikation für die digitale Übertragung von medizinischen Befunden zwischen Arzt und Patient möglich, sie kann die bisherige Arzt-Patienten Kommunikation per Brief, E-Mail, Fax oder Telefonanruf ersetzen. „In diesem Jahr lagen die drei Konzepte vorne, die bereits erfolgreich gegründet sind“, sagt Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar. „Genau das zeichnet auch die Entrepreneurship School aus: Wir verstehen sie als echten Beschleuniger, denn die Gründungsvorhaben, ganz unabhängig vom Reifegrad, erhalten in den drei Workshop-Tagen einen enormen Schub nach vorne“, so Vollmar.

 

Impulse und Know-how aus der Praxis

Während drei intensiver Workshop-Tage arbeiteten die Gründerinnnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte intensiv daran, ihre unternehmerischen Ideen zu tragfähigen Konzepten und Geschäftsmodellen weiterzuentwickeln. „Das klar strukturierte Workshop-Programm war darauf ausgelegt, wie man sein Konzept richtig durchdenkt. In Seminareinheiten und Vorträgen fanden die Teilnehmenden zudem heraus, wie sie einen Pitch bestreiten, welche Finanzierungsoptionen sich für sie eignen und welche Faktoren im Online-Marketing entscheidend sind", sagt Markus Bauer, Gründungsberater und wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZE. Zahlreiche gründungserfahrene Gäste und Impulsgeber unterstützten die Teilnehmenden. Jan Berodt, Senior Manager, Prokurist sowie Wirtschaftsprüfer bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young stellte die Startup-Initiative von EY vor und beleuchtete das Thema Unternehmensbewertung für Startups. Der Mitbegründer der EEDEN GmbH, Steffen Gerlach, präsentierte die Gründerstory von seinem Textil-Startup und berichtete von der ersten erfolgreichen Finanzierungsrunde. Um die Frühphasenfinanzierung ging es bei Ralf Borchers, Start-up Manager der NBank. Die finale Präsentation vor der Jury am Samstag, den 8. Oktober 2022 stellte den Höhepunkt der zwölften Entrepreneurship School des ZE dar.

 

Mehr als zehn Jahre Gründungs-Expertise

Bereits seit 2011 bietet das ZE Zentrum für Entrepreneurship an der PFH den Teilnehmenden mit der Entrepreneurship School neben theoretischer Wissensvermittlung echte Praxiserfahrung von Gründer:innen und Unternehmer:innen. „Unser einmaliges Premium-Angebot für StartUps wird sowohl von den Teilnehmern als auch externen Referenten und Feedbackgebern sehr wertgeschätzt. Das zeigt sich immer wieder in der entfalteten konstruktiven, vertrauensstärkenden Stimmung und dem erhaltenen Feedback“, so Prof. Dr. Vollmar. „Die Teilnehmenden erhalten Impulse und wertvolles Know-how, das weit über das reine Fachwissen hinausgeht. Sie werden in die Lage versetzt, Schwung aufzunehmen und richtig durchstarten zu können", erklärt Markus Bauer ergänzend. Als besonders wertvoll bewerteten die Gründer:innen den abendliche Austausch mit den eingeladenen Experten:innen, der nach bewährten Prinzip „alle reden mit allen" gestaltet und auch intensiv zum Netzwerken genutzt wurde. Die Entrepreneurship School ist Teil der vielfältigen Aktivitäten zur Bildung und Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns, für die die PFH regelmäßig vom Gründungsradar des Stifterverbandes für ihre vorbildlichen Leistungen als eine der bundesweit besten Hochschulen im Bereich Gründung ausgezeichnet wird.

 

Über das Zentrum für Entrepreneurship an der PFH

Das ZE Zentrum für Entrepreneurship ist die zentrale Institution für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand an der PFH Private Hochschule Göttingen. Es ist auf die Bildung und Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns ausgerichtet. Hier vereinigen sich – standortübergreifend – die vielfältigen Aktivitäten der PFH in den Aufgabenfeldern Netzwerkarbeit, Lehre, Training, Forschung, Beratung und Support. Das gesamte Angebots- und Leistungsspektrum in diesen Kernkompetenzfeldern des Entrepreneurship – im Sinne des innovativen Unternehmertums – bezieht sich sowohl auf junge als auch etablierte Unternehmen, also gerade auf den Mittelstand und damit vor allem auf Familienunternehmen. Das ZE wurde 2010 gegründet. Begründer und Leiter als Geschäftsführender Direktor ist Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar, PFH-Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Entrepreneurship & Finance. Wichtiger Unterstützer des ZE ist Professor Hans Georg Näder, der mit seinem Engagement an der PFH seit 2004 die Gründungs- und Innovationsthemen in der Region Südniedersachsen nachhaltig prägen und sichern möchte. Weitere Informationen: www.ze-pfh.de.