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Fernstudieren und Steuern sparen

Grundsätzlich können Sie die Kosten für Ihr Fernstudium von der Steuer absetzen. Das Steuerrecht ist in diesem Punkt zwar kompliziert, aber trotzdem gilt: Geben Sie Ihre Studienkosten immer an, es kann sich richtig lohnen. Zu den absetzbaren Posten zählen Studien- und Prüfungsgebühren ebenso wie Aufwendungen für Büromaterial und Fachliteratur. Daneben können Sie aber zum Beispiel auch Unterbringungs-, Verpflegungs- und Fahrtkosten bei Präsenzveranstaltungen angeben.

Werbungskosten, Betriebsausgaben oder Sonderausgaben?

Wenn Ihrem Fernstudium eine berufliche Ausbildung vorausgegangen ist, können Sie Ihre Studienkosten in der Regel unbegrenzt als Werbungskosten geltend machen. Selbstständige geben die Kosten in der Steuererklärung entsprechend als Betriebsausgaben an. Voraussetzung für die volle Absetzbarkeit ist in beiden Fällen, dass Ihr Studium konkretes Berufswissen vermittelt – entweder für den derzeit ausgeübten oder einen angestrebten Beruf. Wer dabei auf Nummer Sicher gehen will, legt der Steuererklärung noch ein Schreiben des Arbeitgebers ein, das die berufliche Bedeutung des Studiums belegt.

 

Wenn Ihr Fernstudium hingegen ein klassisches Erststudium ist, können Sie bis zu 4.000 Euro der Studienkosten als Sonderausgaben geltend machen. Ein Erststudium liegt vor, wenn weder eine abgeschlossene akademische, noch eine nichtakademische Berufsausbildung vorausgegangen ist. Diese Einschränkung für Erststudenten ist allerdings momentan umstritten. Einige Steuerexperten empfehlen deshalb, Studienkosten immer als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben anzugeben, um die Chance auf eine unbegrenzte Anrechnung zu wahren. Letztlich entscheidet dann das Finanzamt, in welcher Form und Höhe es die Studienkosten anerkannt.

 

Unterm Strich stehen die Chancen gut, dass Sie durch die Angabe von Studienkosten einen Teil Ihrer gezahlten Steuern zurückerhalten. Es sind aber immer die besonderen Umstände des Einzelfalls zu beachten. Im Zweifel sollten Sie daher unbedingt Ihr Finanzamt oder einen Steuerberater um Rat fragen.