11.10.2012
Hochschule

7. Business Breakfast: Radio bleibt im Kopf

Rainer Schacht (Foto, rechts), bekannt aus dem Göttinger A-Capella-Trio "Ganz Schön Feist" und Rüdiger Zinke (Foto, links), Studioleiter beim Privatsender Radio 21, referierten beim 7. Business Breakfast der PFH am 11. Oktober über das Thema Radiowerbung.


Insgesamt fast 13 Jahre seines Lebens hört ein Mensch durchschnittlich Radio. Damit liegt der Hörfunkkonsum zum Beispiel deutlich vor der Lebenszeit, die die Deutschen den Printmedien widmen und auch noch leicht vor dem Fernsehkonsum. Vor diesem Hintergrund erläuterte Zinke die Vorteile der Radiowerbung. "Radiohörer sind treu und zappen wenig. Sie nutzen durchschnittlich nur 1,6 verschiedene Sender", erklärte er. Somit könnten Hörer kontinuierlich angesprochen werden. Auch junge Menschen seien mit Radiowerbung gut zu erreichen, denn Radio passe gut in ihren multimedialen Alltag. "Bei vielen 14- bis 19-jährigen gehören Radio und Internet zusammen. Sie schalten den Livestream ein und surfen parallel im Netz", so Zinke. Anders als früher lasse sich Radiowerbung heute außerdem regional besser eingrenzen. Unternehmen könnten mit geringem finanziellen Aufwand auf einzelnen Regional- oder Lokalfrequenzen eines Senders werben, statt Werbung für das gesamte Sendegebiet zu buchen.

 

Musiker Rainer Schacht strich die positive Wirkung kreativer Radiowerbung heraus. Mit den Kollegen von "Ganz Schön Feist" habe er für viele Unternehmen der Region bereits selbst Radiospots kreiert. "Im Radio macht Werbung einfach mehr Spaß und bleibt damit auch besser 'kleben' als in anderen Medien", berichtete Schacht aufgrund der Rückmeldungen, die er persönlich immer wieder erhalten habe. Ein witziger Spot könne in der Belegschaft oder der Heimatstadt eines Unternehmens außerdem zur Identitätsstiftung beitragen. Mit gesungenen Werbeversen wie "Und läuft es mir die Kehle runter, macht es meine Seele munter" für eine Brauerei aus Uslar oder "Kleidung für den ganzen Clan – einfach mal nach Uslar fahr'n" für ein ortsansässiges Bekleidungsgeschäft habe dies erfolgreich funktioniert. Schacht, der mit seinem A-Capella-Trio derzeit auf Abschiedstournee ist, will dem Radiobusiness auch in Zukunft treu bleiben.

 

Der Vortrag mündete in eine Diskussion der beiden Referenten mit den rund 50 Teilnehmern des Business Breakfasts, geleitet von PFH-Präsident Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke. Unter den Gästen waren zahlreiche Verantwortliche aus den Unternehmen Südniedersachsens, die sich bei Kaffee, Rührei und Croissant auch über die Nutzung von Radiowerbung in der eigenen Firma austauschten.