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Campusstudium

Trump's "America First" – and what remains for the rest?

Auf diese Frage hin präsentierte der Chefökonom der NORD/LB, Torsten Windels, am 31. Mai 2018 sehr eindrucksvoll Zahlen, Daten und Fakten zu den aktuellen Entwicklungen in den USA und Europa. Im Rahmen der Internationalen Schwerpunktwoche der PFH, die zweimal jährlich für Studierende der Wirtschaftswissenschaften stattfindet, war Windels mit einem Praxisvortrag an der Hochschule zu Gast.

Torsten Windels im Praxisvortrag

Torsten Windels, Chefvolkswirt der Nord/LB, referierte während der Internationalen Schwerpunktwoche an der PFH.

Julian Behle, Torsten Windels, Joachim Ahrens

Julian Behle, Torsten Windels und Prof. Dr. Joachim Ahrens (v.l.).

Wirtschaft als soziales System sei wesentlich komplexer als das, was die Wirtschafts-Fachliteratur aufzeigt. "Wichtig ist, die richtigen Fragen zu stellen, um die Zusammenhänge zu verstehen", erklärte der 55-jährige Chefvolkswirt der Norddeutschen Landesbank. Dabei geben die zahlenbasierten Vergleiche von Europa, China und den USA in Bezug auf Wachstums- und Inflationsrate, Staatsanleihen und Verschuldungsquote eine verlässliche Analysemöglichkeit.

 

Insbesondere Deutschland mit einem Exportanteil von 47,3 Prozent ist vom Brexit und den US- amerikanischen Handelsbeschränkungen betroffen. "Wir hängen stärker von den internationalen Märkten ab als andere Länder. Wenn alle Länder exportieren wollen, importiert niemand mehr", fasst Windels die aktuelle Situation kurz zusammen.

 

Die anschließende Diskussion läutete Prof. Dr. Joachim Ahrens, Vizepräsident für Studium und Internationales, mit der offenen Frage ein, welchen Einfluss die Idee der "Trumponomics" und die aktuelle Situation in Italien mittel- und langfristig auf die Zukunft der Europäischen Union haben werden. "Hier sehe ich die Verantwortung von Deutschland und Frankreich die Führung in Europa zu übernehmen, um langfristig den europäischen Gedanken weiter zu leben", empfiehlt er mit Blick auf die politischen Akteure.

 

Die rund 50 anwesenden Studierenden haben bei sommerlichen Temperaturen eine lebendige und überzeugende Veranstaltung erlebt, die aufgrund der anwesenden internationalen Studenten ausschließlich in Englisch erfolgte. Julian Behle, Studierender des 2. Semesters, moderierte dabei souverän und sympathisch.

 

Auf die abschließende Frage, was die deutschen Politik und Wirtschaft nun tun könne, antwortete Torsten Windels ehrlich und augenzwinkernd: "Ich habe auch keine Lösung. Lassen Sie uns die nächste US-Wahl abwarten!"