Neue Ausbildungsstandards für Orthetik und Prothetik
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Neue Ausbildungsstandards für Orthetik und Prothetik

126 Lehrende der Orthopädietechnik von Hochschulen und Fachschulen aus aller Welt haben sich an der PFH zum Global Educators Meeting getroffen. Die Ergebnisse der Konferenz sind wegweisend für die gesamte Branche: Im Mittelpunkt stand die Veröffentlichung der neuen weltweit gültigen ISPO-Education-Standards, die für alle beteiligten Ausbildungsinstitutionen für deren internationale Zertifizierung verpflichtend sind.

Siegmar Blumentritt mit Biomechanik-Modellen

Mit Modellen erläuterte Prof. Dr. Siegmar Blumentritt beim Global Educators Meeting biomechanische Wirkungsweisen.

In einem langjährigen Prozess hatten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die ISPO die Ausbildungsstandards, welche seit 1991 bestanden, gemeinsam neu entwickelt. Zukünftig wird es drei Kategorien der Qualifikation geben: Der oder die "Prosthetic Orthotic Technican" ist für Arbeiten im Produktionsablauf ohne direkten Patientenkontakt zuständig. Der "Associate Prosthetist Orthotist" übernimmt einfache Versorgungen am Patienten, während der "Prosthetist Orthotist" Prozesse überwacht, wissenschaftliche Erkenntnisse einbindet und für medizinisch anspruchsvolle Patientenversorgungen verantwortlich ist.

 

"Nun sind die internationalen Standards einheitlich und vom Curriculum bis zur technischen Ausstattung genauestens definiert. Unsere Orthobionik-Absolventen erhalten bereits mit dem Bachelor die höchste Zertifizierung der ISPO, die sie zur weltweiten Patientenversorgung im Bereich Orthetik und Prothetik berechtigt", freut sich Prof. Dr. Siegmar Blumentritt von der PFH. Der Biomechanik-Experte war im Vorfeld selbst an der Ausarbeitung der neuen Standards beteiligt.

 

 

Vetreter aus allen Kontinenten vor Ort

Die ISPO ist in 118 Ländern der Welt vertreten und mit 3.354 Mitgliedern der international stärkste Verband im Bereich der Prothetik und Orthetik. Zahlreiche bekannte Hochschulen wie zum Beispiel Jönköping University (Schweden), University of Washington (USA), Don Bosco University (El Salvador), Niigata University of Health and Welfare (Japan) und University of Sunshine Coast (Australien) sind neben der PFH Mitglieder der ISPO und nach den ISPO-Standards zertifiziert. Daher war es selbstverständlich, dass sie mit jeweils einem oder mehreren Hochschul-Vertretern auf der Veranstaltung teilgenommen haben. Insgesamt diskutierten Repräsentanten aus 38 Ländern von allen fünf Kontinenten.

 

Einen Bericht zur Eröffnung der Konferenz finden Sie hier.

 

 

Fotogalerie

Hier finden Sie Bildimpressionen zum GEM 2018.