PFH TRANSition: Das Beste aus zwei Welten
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PFH TRANSition: Das Beste aus zwei Welten

Wer denkt, ein Bauteil sei entweder aus Metall oder aus CFK, der irrt. In manchen Fällen gehen beide Materialien eine wunderbare Kombination ein und vereinen damit ihre Vorteile. Zum Beispiel beim Aufnehmen von Lasten. Wie das gehen kann und wie solche hybriden Materialien sich verhalten, darüber sprachen Vertreter von Forschungsinstituten (DLR, HPCFK) und Unternehmen (Thomas Technik, Saertex) beim Workshop "Hybride Materialien – das Beste aus zwei Welten" des Projektes PFH TRANSition am 28. Mai 2019 in Stade.

TRANSition: Vortrag im Auditorium

Im PFH Hansecampus Stade referierte Carsten Reese (Saertex) über die Verbindung von Glas- und Kohlefasern. In anderen Vorträgen standen zum Beispiel hybride Metall-CFK-Materialien im Fokus.

TRANSition: Diskussion an individuellen Fallbeispielen

Wie wird mein Bauteil leichter? Darüber diskutierten die Teilnehmer konkret anhand von Teilen, die sie zum TRANSition-Workshop mitgebracht hatten.

Insgesamt knapp 40 Teilnehmer von 26 verschiedenen Unternehmen unterschiedlichster Branchen nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungs- und Informationsaustausch. Im Zentrum standen dieses Mal die Landmaschinen. Hier geht es vor allem darum, Gewicht einzusparen. Wie das aussehen kann, diskutierten die Teilnehmer anhand von zwei konkreten Bauteilen: dem Endstück eines Gestänges und der Abdeckung eines Werkzeugkastens. Auch einige PFH-Studierende des ingenieurwissenschaftlichen Studiums Verbundwerkstoffe/Composites nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen über hybride Materialien zu vertiefen und am konkreten Objekt zu erproben.

 

"Wir freuen uns sehr darüber wie engagiert alle Beteiligten in den Diskurs gegangen sind und wie breit das Spektrum der Ideen war. Von relativ konservativen vorwiegend metallischen Leichtbaualternativen auf Basis der vorhandenen Struktur über ein konsequentes Redesign in Faserverbundwerkstoffen bis zum disruptiven Einsatz von Drohnen war alles dabei", sagte Annette Fahrendorf. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sarah Herzog hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin des ZE Zentrum für Entrepreneurship im Kooperationsmanagement den Workshop konzipiert und durchgeführt.

 

Auf der Agenda des Projektes stehen bis Ende des Jahres noch weitere Fachveranstaltungen, Workshops und Firmenbesichtigungen mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten. Dabei sollen immer wieder auch innovative interaktive Methoden erprobt werden. Erklärtes Ziel des Projektes ist es, ein sogenanntes "Innovation Ecosystem" entstehen zu lassen, in dem sich Unternehmen aus verschiedenen Branchen untereinander und mit Forschungseinrichtungen, der Hochschule und Studierenden austauschen, um sich gegenseitig voranzubringen und voneinander zu lernen.

 

 

Projekt TRANSition

Das Hochschulprojekt "PFH TRANSition – Transfer und Innovation in der Übergangsregion (Elbe-Weser-Dreieck)", das am ZE Zentrum für Entrepreneurship am PFH Hansecampus Stade angesiedelt ist, entwickelt und nutzt Synergien der Windenergie-, Agritechnik- und CFK-Branche. Ziel ist es, Kooperationen zwischen Unternehmen, Hochschule und Forschungseinrichtungen im Elbe-Weser-Dreieck und darüber hinaus anzuregen und zu begleiten und damit die Region insgesamt voranzubringen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Projekt über eine Laufzeit von drei Jahren, das Gesamtvolumen umfasst mehr als 520.000 Euro. Das Projekt wird von Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar geleitet. Im Rahmen des Projekts sind unterschiedliche Veranstaltungen und Treffen in der Hochschule ebenso wie vor Ort in den Unternehmen geplant.