Erfolgreiche Rezertifizierung für weitere fünf Jahre
Campusstudium

Erfolgreiche Rezertifizierung für weitere fünf Jahre

Die PFH hat die Rezertifizierung ihres Studiengangs Orthobionik (B.Sc.) durch die Internationale Gesellschaft für Prothetik und Orthetik (ISPO) erfolgreich absolviert: Mit der höchst möglichen Auszeichnung "Professional Prosthetist/Orthotist" (ehemals CAT I) bewertet die ISPO-Abordnung den Studiengang für weitere fünf Jahre als "Excellent Program". Aus Sicht der Gesellschaft bleibt die Orthobionik damit weiterhin ein national wie international zukunftsweisendes Bildungsangebot als Antwort auf den Fachkräftemangel.

Orthobionik-Studium der PFH

Vermittelt Medizin- und Technik-Know-how: Das Orthobionik-Studium der PFH. Foto: PFH

Der Bachelorstudiengang Orthobionik kombiniert medizinische, biomechanische, ingenieurwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Inhalte. Er fokussiert die praktische Patientenversorgung mit modernen orthopädietechnischen Heil- und Hilfsmitteln. Dabei trainieren die Studierenden auch handwerkliche Fertigkeiten. Sie lernen, Prothesen und Orthesen individuell für Patienten herzustellen und anzupassen. Karrieremöglichkeiten für Absolventen des Programms bietet die Wachstumsbranche der Medizin- und Orthopädietechnik.

 

Im Juni dieses Jahres haben die ISPO-Repräsentanten Christian Schlierf und Daniel Schulze Frenking in der dreitägigen Vorortbegehung, auf der Grundlage des PFH-Selbstberichtes, das gesamte Studienprogramm durchleuchtet. Neben der Analyse des Curriculums, der Lehrmethoden, der technischen Ausstattung und der Prüfungsprozesse haben sie insbesondere Gespräche mit Studierenden, Lehrenden, Meistern und Professoren zur Bewertung herangezogen. "Uns ist es wichtig, einen ganzheitlichen und ebenso kritischen Blick auf die Hochschulen zu werfen", so Schlierf. "Nur so können wir weltweite Standards etablieren, sicherstellen und Bildungsangebote vergleichbar machen."

 

Besonders positiv bewertet die ISPO den kontinuierlichen Ausbau der Zusammenarbeit mit Industrie- und Praxispartnern. Mittlerweile pflegt die PFH ein bundesweites Netzwerk mit führenden Orthopädietechnik- und Sanitäts-Häusern sowie mit allen wichtigen Industrieunternehmen der Branche, darunter Bauerfeind, medi, Össur, Streifeneder und natürlich dem Initiator Ottobock. Beides ermöglicht einen frühen Kontakt zwischen Studierenden und Unternehmen als potentielle Arbeitgeber und stärkt die praxisorientierte Ausbildung.

 

Einzigartig: Direkte Einbindung in die klinische Patientenversorgung

Darüber hinaus sieht Schulze Frenking die räumliche und fachliche Anbindung an die Universitätsmedizin Göttingen als großen Vorteil: "Die direkte Einbindung in die klinische Patientenversorgung und die Zusammenarbeit in der anwendungsorientierten Forschung ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Dies ermöglicht einen idealen Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis und zudem Fragestellungen aus dem Versorgungsalltag wissenschaftlich zu beantworten." Gleichzeitig ergeben sich daraus auch Herausforderungen für die Zukunft, wie etwa der Ausbau des Pools von Testpatienten – so eine aktuelle Empfehlung der ISPO an die PFH. Studierende benötigen für die praktische Lehre zahlreiche Testpatienten mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern, um beispielsweise das individuelle Anpassen von Prothesen und Orthesen üben zu können.

 

"Die ISPO hat ihre Standards und ihr Zertifizierungsverfahren im letzten Jahr neu definiert und wir gehören weltweit zu den ersten Institutionen, die sich dieser Herausforderung stellen durfte", konstatiert Dr. Nadine Hugill, Studienkoordinatorin Orthobionik. Einer aktuellen Empfehlung der ISPO ist die PFH direkt nachgekommen: Seit September verstärkt Nicola Köhler, Orthobionik-Absolventin mit Bachelor-, Master- und Meistertitel das Team am PFH Zentrum für Healthcare Technology in der praktischen Lehre.