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Praktikum bei Audi, Neckarsulm

Oliver Gergel

Sein Hauptpraktikum im achten Semester verbrachte CFK-Student Oliver Gergel vom 30. März bis zum 30. September bei der AUDI AG am Produktionsstandort Neckarsulm. Dabei beschäftigte er sich mit der Technologieentwicklung für faserverstärkte Kunststoffe und begleitete sein Team beim Aufbauen einzelner Teilschritte eines Herstellungsprozesses für CFK-Bauteile. Daneben validierte er zusätzlich einzelne Teilprozessschritte für das Handling des CFKHalbzeugs. In seiner Bachelorarbeit spezialisierte er sich weiter auf eine Problemstellung innerhalb dieser Prozesskette und entwickelte eine Technologie, um Prepreg-Preforms herzustellen. "Neben typischen Praktikantenaufgaben konnte ich auch meine praktischen Kenntnisse im Umgang mit Faserverbundwerkstoffen nutzen und vertiefen", berichtet Gergel. Darüber hinaus kommunizierte er mit Mitarbeitern und Lieferanten, um Angebote für Hilfsstoffe und Dienstleistungen einzuholen. Nicht selten fuhr er zu externen Firmen und Instituten, um Versuche durchzuführen.

 

"Als absoluter Audi-Fan sah ich meine Tätigkeit natürlich durch die rosarote Brille", meint er. Aber auch mit einer sachlichen Sichtweise bewertet er seinen Aufenthalt beim Autohersteller positiv. "Angenehm fand ich, dass mein Team mit weniger als zehn Personen relativ klein war. Bei Fragen standen mir daher gleich mehrere Kollegen zur Verfügung, allen voran mein Firmenbetreuer." Das Arbeitsumfeld hat er als sehr fördernd empfunden: "Innerhalb des Projektes wurden mir Arbeitspakete anvertraut, die normalerweise in der Verantwortung eines Entwicklungsingenieurs liegen", so Gergel.

 

Privat unternahm er oft etwas mit seinen studentischen Kollegen, z. B. im Sommer Grillen oder Ausflüge, etwa nach Stuttgart oder Heidelberg. Ein Highlight war zudem das Live-Streaming der 24-Stunden-von-Le-Mans im Audi Forum in Neckarsulm. Außerdem besuchten die Piloten das Neckarsulmer Audi-Werk und demonstrierten ihre Boliden vor den Audi-Mitarbeitern auf einer firmeneigenen Rennstrecke. "Bei diesem Praktikum und der Bachelorarbeit habe ich viel über die branchenspezifischen Unterschiede zwischen Luft- und Raumfahrt- sowie der Automobilindustrie erfahren. Insbesondere im Hinblick auf die Faserverbund-Welt zeigten sich wie erwartet stückzahlbedingt unterschiedliche Herausforderungen. Neben dem im Studium erlangten fachlichen Wissen war es die nötige Organisationsfähigkeit eines Projektingenieurs, die ich als Erfahrung und Fertigkeit aus diesem Arbeitsverhältnis mitnehme. Dies alles bestätigt mich in meinem Wunsch, eines Tages in diesem Arbeitsumfeld beruflich tätig zu sein", resümiert er.